Podcast aus dem Hamburger Hafen mit Danny Maskow

Shownotes

In der neuen Folge von „Hubis Hafenschnack“ spricht Hubi mit Danny Maskow, Quartiersmanager der Speicherstadt bei der HHLA. Der gelernte Immobilienkaufmann berichtet von seinem beruflichen Weg nach Hamburg und davon, wie ihn die Aussicht auf eine Tätigkeit in der Speicherstadt sofort gepackt hat. Gemeinsam blicken die beiden auf die Geschichte des Quartiers als Keimzelle der HHLA und auf seinen Wandel vom Lager- und Umschlagplatz zu einem vielfältigen Gewerbe- und Kreativstandort. Danny erklärt seinen Ansatz einer menschenzentrierten Quartiersentwicklung: Die HHLA schafft Räume, in denen Unternehmen arbeiten, innovieren und zusammenarbeiten können, und stärkt zugleich die Beziehungen innerhalb des Quartiers und zur Hamburger Stadtgesellschaft. Außerdem geht es um den Spagat zwischen Denkmalschutz und Weiterentwicklung im UNESCO-Welterbe, um die erste Nacht der Speicherstadt und um die Frage, warum Begegnung Städte lebenswerter und widerstandsfähiger macht.


Transkript anzeigen

00:00:01: Das Herz von Hamburg, das ist der Hafen.

00:00:04: Mit all den Menschen die dort arbeiten leben und lieben.

00:00:07: Sie erzählen mir alle zwei Wochen Geschichten von der Waterkant.

00:00:11: Mein Name ist Hubert Neubacher aber alle nennen mich Hubi.

00:00:15: Ich bin der Chef vom Parkassen Meier Und das hier ist Hubis Hafenschnack.

00:00:24: Moin liebe Freundinnen und Freunde vom Hafenschnack Hier ist euer Hubi Und heute darf ich wirklich wieder an einer sehr prominenten Stelle sein Und zwar bin nicht, würde man sagen.

00:00:33: Man sagt dazu das Rathaus der Speicherstadt Und zwar ist das der Sitz der HALA und ich darf sprechen mit Danny Masco, der Quartiersmanager der Speicherstadt.

00:00:42: Moin Danny!

00:00:43: Moin Hubi.

00:00:43: Hallo!

00:00:45: Danny wir kommen gleich auf deinen Job.

00:00:47: Ich muss aber tatsächlich darauf eingehen.

00:00:49: Du bist jetzt vier Jahre hier richtig?

00:00:51: Ja

00:00:52: Und hast aber vorher in einer Immobilienwirtschaft gearbeitet Im sozialen Bereich oder so.

00:00:57: Das heißt du bist gar noch nicht so lange in der Speicherstatt zugangen sondern hast jahrelang.

00:01:01: wieviel Jahre?

00:01:02: Dreiundzwanzig Jahre sind sie jetzt inklusive Ausbildung

00:01:05: Okay.

00:01:05: Und wie bist du da reingerutscht und wie kam es zum Wechsel?

00:01:10: Ich habe ursprünglich mal den normalen Job des Immobilien Kaufmanns gelernt in einem kommunalen nahen Unternehmen, viel öffentliche Förderung soziale Brennpunkte und von dort bin ich dann ein paar Jahre in die Selbstständigkeit gegangen.

00:01:27: Da war auch mein großer Traum Gebäude zu verwalten, die ganzheitliche Betrachtung eines Gebäudes über sein Lebenszyklus hat mich immer fasziniert.

00:01:35: Und dann ging es irgendwann nach dem Ende der Selbstständigkeit, nach Hamburg.

00:01:40: Das war eigentlich mein großer Traum damals schon... Wo

00:01:43: kommst du her?

00:01:44: Aus Dämmhorst bei Bremen.

00:01:45: und nach dem Enden der Selbständigkeit habe ich mich dann entschlossen endlich nach Hamburg zu gehen und da hab' ich dann in einer Grundstücksverwaltung gearbeitet.

00:01:55: das waren wirklich gute fünf Jahre, lehrreiche fünf Jahre für mich.

00:01:59: Und nach den fünf Jahren, während ich meinen Immobilienfachwirt gemacht habe – also weiter in der Immobilienwirtschaft mich reingefuchst habe – bin ich dann zu Gruner und Ja gegangen.

00:02:08: Ich habe dort die Mietverwaltung der Bürostandorte in Deutschland übernommen.

00:02:12: Das große ehemalige Verlagshaus!

00:02:15: Das muss man ja mit Trauer

00:02:16: sagen.

00:02:18: Genau, genau.

00:02:21: Und nach Grunern und Ja gab es dann zunächst eine Stelle bei der Hala im Vertrieb.

00:02:27: Und da war ich sofort, also ich kann mich noch dran erinnern als ich diese Stellenbeschreibung gesehen habe und dann verstanden hab das es um die Speicherstadt geht.

00:02:36: Da hat sofort alles in mir vibriert und dann hatte ich mich beworben wahr anfänglich im Vertrieb.

00:02:44: und dann hat sich während des ersten Jahres rausgestellt dass dieser Bereich, der noch relativ undifinierte Bereich des Quartiersmanagements zusammen mit Werbung, Marketing das noch ein Bereich ist, der erschließenswert ist.

00:02:58: Das heißt es gab das Quartiermanagement in der Form dann noch gar nicht?

00:03:01: In dieser

00:03:02: Form noch nicht!

00:03:03: In einer anderen Form gab's damals da eine Mitarbeiterin die unwahrscheinlich Tolle Konzepte schon entwickelt hat, von denen auch ich heute noch profitiere.

00:03:13: Wir haben es dann wieder in die Jetztzeit geholt und ja seitdem fülle ich das mit Leben.

00:03:19: So und da musst du uns jetzt erklären warum wir bei der HALA sind?

00:03:24: Hala und Speicherstadt, die Connection.

00:03:26: Weil alle, die jetzt zuhören nicht jeder weiß definitiv dass das wie das zusammen gehört.

00:03:30: Die Speicher Stadt ist.

00:03:31: also ich empfehle natürlich die Folge von dir mit Frau Tietzrati.

00:03:34: Ja

00:03:36: genau.

00:03:36: Aber

00:03:36: in Kurzform ist es die Hala oder die Speicherstatt eigentlich Die Heimzelle der Hala, die Speicherstadt war ja mal das Herzstück des Hafens.

00:03:48: Hier wurden Waren angeliefert hochgezogen gelagert veredelt umgeschlagen auf die Straße gebracht und ab ins Hinterland transportiert alles hier in dem zollfreien Gebiet dass es Mal war.

00:03:59: Und für diesen Zweck oder in diesem Zuge wurde die oder die hala wurde gegründet und Für sie die Speicherstatt gebaut.

00:04:07: und seit hundred vierzig Jahren Sind wir Eigentümerinnen der Speicherstadt?

00:04:12: Das ist wichtig, genau.

00:04:13: Dass das jeder weiß, weil ich glaube es ist nicht jedem bekannt.

00:04:16: Jetzt isst die Speicher Stadt natürlich seit jeher auch für uns im Tourismus und unser Gewerbe mit dem Backkassen sowieso.

00:04:22: Wir fahren hier ja regelmäßig drum herum wenn die Tite das zulässt.

00:04:25: ganz wichtig.

00:04:27: Wir können jedes Mal hier vorbei und machen Lärmfeuertür hier.

00:04:32: Ist natürlich ein irrsinniger Anziehungspunkt für Menschen, Touristen und überhaupt.

00:04:39: Wir erzählen ja immer unsere Leute an Bord.

00:04:42: Größter Zusammenhängen der Lagerhauskomplex, der Welt und so weiter ist hier inzwischen auch UNESCO-Weltkulturerbe zusammen mit dem Kontrahausviertel, mit dem Chile Haus und so vielleicht dazu noch kurz zusammengefasst die Große ist in die Speicherstadt.

00:04:56: Die hat die Grundfläche, die Grundstücksfläche sind sechsundzwanzig Hektar Und wir haben dreihunderttausend Quadratmeter Mietfläche.

00:05:03: Okay

00:05:03: Wahnsinn okay Wie hat die sich verändert?

00:05:07: Du hast vorhin gerade auch erwähnt, ich habe auch eine große Erfahrung mit... Mir wurde an der Hamburg kam mein Auto weggenommen.

00:05:13: Das darf man gleich sagen.

00:05:14: Ich bin ein Österreicher und ich bin mit meinem israelischen Kennzeichen herumgefahren.

00:05:17: Ich glaube ihr habt das schon mal erzählt beim Zoll-Podcast.

00:05:20: Kennzeichung Ubi I. Und dieses habe ich behalten und ich hab aber schon in Hamburg gewohnt und das Auto wurde mir vom Zoll dann wegggenommen und wurde hinter den Zollzaun gestellt.

00:05:30: Das war hier in der Speicherstadt Vorne an der Kaviderspitze.

00:05:33: Deshalb weiß ich sehr genau, was die Zollgrenze war.

00:05:35: Ich muss das auch noch mal sagen.

00:05:38: Es gab in Freihafen lange Zeit in Hamburg, den es jetzt nicht mehr gibt und die Speicherstadt war ein wichtiger Teil dieses Freihapens.

00:05:46: Und damals wurde – und das erzählen wir bei unseren Rundfahrten ja vorrangig wirklich – hier haben wir Pfeffersäcke, sagen wir so zu uns an Kauflöten?

00:05:54: Nicht umsonst!

00:05:55: Wurde ja wirklich Gewürze, Teppiche und sonstiges umgeschlagen.

00:05:59: Was hat sich da verändert?

00:06:01: Von früher zu heute, wie teilt sich die Speicherstadt auf?

00:06:05: Welche Gewerbe sind da drin und was findet das statt.

00:06:09: Also seit einundneunzig ... Wir sind ja seit einundneutzig Baudenkmal.

00:06:13: Und als Hamburg oder die Speicherstatte wieder für die Stadt geöffnet wurde, sag ich mal nach Ende des Zollgebietes.

00:06:21: Ich muss noch einmal davor anfangen.

00:06:23: Ehrlich gesagt fing es schon an ab ... den Sechzigern, als Hamburg sein Containerhafen aufgebaut hatte.

00:06:34: Als die Containerschifffahrt aufkam da ist der Bedarf für dieses Stück gut was wir hier hatten weniger geworden.

00:06:41: es wurden Flächen frei

00:06:43: die

00:06:44: dann durch die Teppichänder gefüllt wurden.

00:06:46: Hamburg hatte extrem intensive Beziehungen mit Terran Und ich glaube sogar so intensiv, man sieht ein Handgeknüpfen-Teppich in der Handelskammer.

00:06:55: Das hatte mir manchmal erzählt die Anekdote Wir haben natürlich den verlegten Teppich vorne an der Brücke vor dem Erykurs gewohnt.

00:07:04: Genau das war also eine unglaublich intensive Zeit.

00:07:07: wir haben das verschiedene Teppichehändler mal aus ihrer Perspektive aus ihrer Familie erzählt wie sie die Speicherstadt für sich neu entdeckt haben und Dieser Vorgang hat der Speicher statt ja wieder eine ganz neue Facette.

00:07:19: Also ich will mal wirklich sagen, noch mehr Farbe hinzugefügt.

00:07:23: Dann ging es weiter und in den Neunzigern Ende der Neunziger wurde langsam klar dass diese Art von Quartier im Grunde der perfekte Humus der Kompost für kreative ist.

00:07:37: also man kennt das auch aus Detroit die Detroit Warehouse Bezirke so eine loftartige Industrieatmosphäre die ein bisschen verlassen ist.

00:07:46: Das ist der perfekte Nährboden für Kreativität.

00:07:48: Hier kann man einfach frei sein, wild sein, experimentieren.

00:07:52: auch finanziell hat man ja den Raum weil die Flächen günstig sind und

00:07:57: damals günstige waren oder nicht sind, heute wird es auch anders sein?

00:08:03: Ja klar.

00:08:03: Die Sanierungen sind aufwendig und teuer und je nachdem wir versuchen so eine Balance zwischen niedrigpreisig und hochwertiger zu bekommen sodass quasi jeder da hier seinen Eckchen findet.

00:08:17: damals waren sie aber direkt aus der Lager, damals waren Sie ja auch nur Lagerböden dann nimmt man natürlich wenig für Genau.

00:08:25: Und da gab es dann Ende der Neunzige, Anfang zweitausender die strategische Entscheidung zu sagen wir gehen vorne in Block D rein und versuchen die Erdgeschosse günstig zu machen durch die Büros oben vielleicht ein bisschen abzufangen.

00:08:39: und das war dann der Zeitpunkt wo das Dungeon die Fläche für sich entdeckt hat.

00:08:43: und dann kurz danach kam das Miniatur Wunderland mit dieser verblüffenden Idee.

00:08:48: also ich stelle mir immer so irgendwie cool vor dass hier während man in der Hale überlegt hat was machen wir mit diesem Gebäude ist.

00:08:55: Gerrit und Frederik Braun erzählen die Geschichte, wie sie aufs Miniatur Wunderland gekommen sind.

00:08:59: Die haben anderen Ende Hamburgs irgendwo gesessen, wo könnten wir so eine Idee ansetzen?

00:09:03: Das ist schon geil, das stimmt!

00:09:04: Und dann haben die aber natürlich auch mit Kolle Rebe und kreativ diverse Agenturen angefangen der Speicherstadt wieder einen anderen Twist zu geben, also nochmal was reinzuschieben.

00:09:19: Eine weitere Facette ist dazu gekommen Und das hat dann auch, finde ich... Das kenne ich jetzt nur so aus der Retrospektive.

00:09:26: Ich war ja da noch nicht da aber seitdem hat sie sich in die Richtung immer stärker entwickelt umso offener sich der Stadt wieder geöffnet hat.

00:09:35: und jetzt haben wir im Grunde und das behauptet ich immer ganz nass vorsch, aber ich glaube, da lasse ich mich gerne challengeen Jetzt haben wir das vielfältigste Gewerbequartier der Stadt Hamburg hier Vom Big Corporate wie Warner Music bis zum kleinen Händler.

00:09:51: Wir haben hier drei Start-up Hubs, wir haben das Miniatur Wunderland, das Dungeon ... Fantastische Rechtsanwälte hier.

00:10:01: Was ich jetzt noch sagen kann, weil es ein ein toller Typ ist eine tolle Kanzlei.

00:10:05: wir haben was haben wir denn noch Gastronomie in allen Facetten?

00:10:08: Wir haben mal namentlich die Patisserie.

00:10:10: Johanna das heißt also die Speichestadt hat sich zu einem unglaublichen vielfältigen Ort gemausert genau mit dem Paradox dass es in der Wahrnehmung komischerweise immer noch so ist, dass sie von außen häufig eher musikal war genannt wird.

00:10:25: Ja, es sind immer noch die größte Zusammenhänge des Lagerkomplexes.

00:10:29: Was hier eigentlich gar nicht mehr stimmt – so gut in der Vergangenheit gesprochen gilt das natürlich!

00:10:34: Ich glaube, dass Sie wenigstens sich aber auch wirklich solche Gedanken drüber machen.

00:10:39: Jetzt ist es ja dein Job da zu stellen und zugucken?

00:10:42: beleben und wie stelle ich mir denn dein Alltag so vor?

00:10:45: Und wie ist dein Blickwinkel da drauf?

00:10:48: Also, ich habe eine ganz einfache Strategie der menschenzentrierten Quartiersentwicklung.

00:10:53: Mir geht es darum dass wir als Speicher statt unser Warum machen wir das ja eigentlich?

00:10:58: Das wollen wir kommunizieren und das ist einfach.

00:11:01: Wir sind ein extrem vielfältiges Gewerbequartier.

00:11:04: Hier kommen Leute zum Arbeiten, zum Innovieren, zum Kollaborieren.

00:11:08: Das wollen wir vermitteln und wir sind jetzt keine Entwickler.

00:11:13: Wir haben keine fantastischen Ideen für Produkte, das haben die Unternehmer oder Unternehmerinnen – wir haben den Raum.

00:11:20: also wir schaffen Räume wo Leute was machen können.

00:11:24: Die zweite Säule ist Beziehungssysteme.

00:11:27: da geht es mir ganz stark darum.

00:11:29: Ich muss echt sagen, wenn ich Afterworks mit Anita mache hat das so eine Art nachbarschaftliches Gefühl fast schon.

00:11:35: Wir haben ein tolles Beziehungssystem auch aus der Historie und aus der eigenen Identität, aus dem Verständnis heraus.

00:11:42: Das wollen wir stärken Und wir wollen aber auch das Beziehungssystem zwischen unserem Quartier und der Stadtgesellschaft stärken Denn es ist halt immer noch so dass wir halt historisch gesehen eher als sogenannte Nichtort geplant und gebaut wurden.

00:11:58: Und das müssen wir kommunikativ aufbrechen.

00:12:02: Also auch in die Stadt?

00:12:04: nach Hamburg hinein?

00:12:05: Genau, an die Hamburgerinnen und Hamburger sie aufzufordern entdeckt eure Speicherstadt wieder.

00:12:10: Es ist zum Teil ein touristischer Ort vollkommen richtig.

00:12:14: es ist aber zum großen Teil auch einen Ort der HamburgerInnen-Hamburger den Sie für sich wiederentdecken können.

00:12:18: Naja das ist ja auch inzwischen und darüber nicht selber immer überrascht.

00:12:22: ich habe ja auch die letzten über zwanzig Jahre miterleben dürfen dass die Hafen Sette entstanden ist und durch die Hafensette die quasi noch mehr an die Innenstadt wieder rangerutscht wird.

00:12:32: Das heißt es ist ja nicht mehr am Rande, also Richtung Hafen und da ist nichts mehr sondern die Speistadt steht mitten zwischen Innenstadt und Hafencity und verbindet das eigentlich und daher auch viel Wohnraum in der Hafencité.

00:12:43: so ein ganz viel Leben ist natürlich die Bewegung dazwischen was die Speigestatt angeht dadurch ganz anders für die Hamburger an Hamburg wahrgenommen.

00:12:50: Also das ist schon toll.

00:12:51: dann ich muss schon sagen es ist nach wie vor muss ich wieder für unser Gewerbe sprechen oder aus dem Tourismus heraus.

00:12:56: wir können immer nur dankbar sein dass wir sowas haben dass sowas uraltes, schönes noch da ist.

00:13:02: Jetzt ist es, wie gesagt UNESCO-Kulturerbe.

00:13:06: Wie verbindet ihr das?

00:13:08: Dass man sagt, man erhält die Tradition.

00:13:10: Möcht aber trotzdem modern und frisch sein und das so darstellen, dass beides miteinander funktioniert.

00:13:16: Das wird dir nicht immer ganz einfach sein.

00:13:18: Nee, es ist nicht ganz einfach ein Spagat sich einerseits für das Erhalten zu entscheiden oder einerseits ist es das erhalten andererseits das Gestalten an.

00:13:28: einerseits möchte man sich den Touristen öffnen andererseits möchte Man sich auch nicht ganz verlieren damit man als Speicherstadtakteur als Hamburger, wir kennen es ja alle.

00:13:37: Hamburg ist eine Gastgeberstadt und man will sich einfach nicht verlieren.

00:13:40: Man muss auch irgendwie die Stadt einem selber noch gehören.

00:13:43: Das sind auch regulatorisch gesehen Denkmalschutz ist schon ein Fund.

00:13:47: Als Welterbestätte.

00:13:49: was das Bauliche angeht, dass es auch nochmal einen Fund.

00:13:52: also unsere Kollegen aus den Baubereichen kommen, die sind wirklich unglaublich tief in den Themen drin Ausgetüftelt, es wäre eine Bemusterung gemacht.

00:14:04: Ein Granitzockel muss exakt passen und die Fugen müssen exakt passesen.

00:14:08: Es steckt also sehr viel Liebe und Detail drin.

00:14:10: Das ist noch... das muss man so sagen um das positive zu sehen.

00:14:14: das ist natürlich in einer gewisse Ehre aber auch eine extreme Pflicht ein Welterbe zu erhalten.

00:14:19: Wir versuchen das ein bisschen so zu sehen.

00:14:22: Die Kunst lebt von der Begrenzung.

00:14:24: Also wir versuchen diesen engen Korridor den wir haben indem wir gestalten können Der bündelt halt enorm viel Energie.

00:14:31: Also man kann nicht tausend Ideen austüfteln und einfach das schnellste, günstigste bauen.

00:14:35: Man muss immer die extra Meile gehen.

00:14:38: Das ist schwer und anstrengend und teuer aber das Ergebnis lohnt sich einfach enorm weil es dann eine solide Sache für die nächsten Jahrzehnte vielleicht sogar Jahrhunderte ist.

00:14:49: Ich denke wenn man jetzt als Gewerbe- und Unternehmer oder wie auch immer sich diesen Ort aussucht Dann weiß man das und dann wird man davon ausgehen, dass gewisse Dinge etwas anders dargestellt sind.

00:15:01: Und zu bearbeiten sind.

00:15:01: also wie wenn ich jetzt in einem neuen Industriegebiet bin was natürlich auch einen ganz anderen Scham hat.

00:15:07: Wenn

00:15:08: überhaupt!

00:15:09: Also ich glaube aber es ist eine Herausforderung, kann ich mir schon vorstellen so.

00:15:13: So und jetzt bist du Quartiersmanager hier?

00:15:15: Was ich ganz großartig finde, dass es sowas gibt und ich kriege es ja ein bisschen mit, was ihr da so macht... Es gab jetzt vor Kurzem die erste Nacht der Speicherstand.

00:15:23: Erzähl da ein bisschen kurz, was war da los?

00:15:26: War ja sehr gut besucht glaube ich.

00:15:28: Es war also die Speicherstadt platzte wirklich aus allen Nähten.

00:15:31: Also teilweise wurde mir auch ein bisschen bammelig gerade... War das deine

00:15:35: Idee oder eure

00:15:36: Idee?

00:15:36: Das war insgesamt nicht meine Idee sondern das war einen Wunsch der aus der Mieterschaft auch heraus entstanden ist.

00:15:43: Super!

00:15:43: Die haben echt alle Lust und Bock diesen Ort mitzuentwickeln.

00:15:46: Das ist etwas was sich so aus meinen zwei Dekaden Immobilienwirtschaft noch nicht gesehen hat.

00:15:51: Das heißt, ich hab den nur aufgegriffen und koordiniert.

00:15:54: Das ist so mein Job!

00:15:55: Du

00:15:56: wirst ja alle kennen ganz viele.

00:15:57: ihr trefft doch regelmäßig, du hast schon Johanna erwähnt, das kennen wir ja auch.

00:16:01: Ich muss auch wenn ich das Johanna erwähne erstmal schön Gruß raus schicken weil und da auch gleich aufgreifen wie bist du verbunden mit anderen Quartieren?

00:16:10: Also jetzt sage ich mal ich erwähnen mir die Elbmeile natürlich wo du auch involviert warst, sogar mit der Bacassetafel und Tide entwickelt haben.

00:16:19: Wo wir auch in den Jahr- und-Ziebendzehn wieder hinsetzen werden um... die Elbmeile mit der Speicherstadt zu verbinden.

00:16:25: Mit einer Backkasse, was natürlich der beste Weg überhaupt ist.

00:16:27: Der Beste!

00:16:29: So wie ist es generell?

00:16:31: Seid ihr Quartiersmanager alle miteinander verbunden geträgelmäßige Treffentausch durch aus?

00:16:35: Also nicht nur Boje Baumanns oder...

00:16:38: Noch nicht noch nicht tatsächlich das ist ein großer Wunsch.

00:16:40: also so einen Stammtisch der Quartierleute.

00:16:42: Hätte ich

00:16:43: jetzt angenommen weil ihr kennt euch alle glaube ich.

00:16:45: Wir kennen

00:16:45: uns alle genau wir kennen uns allen.

00:16:46: man trifft sich auch lose und mal auf dem Kaffee hier mal auf den Kaffe da so ein bisschen austauschen.

00:16:52: Die Ideen hast du.

00:16:53: City

00:16:53: Management, weiß ich nicht?

00:16:54: Exakt genau mit Mimikennig, Julian Petrin hab' ich schon kennengelernt.

00:16:59: Victoria vom Kontorhausviertel, die machen ja auch ein Quartiersmanagement.

00:17:03: Einfach insgesamt ist es gut für Städte dass die Quartierstänke neu belebt wird also das im Grunde Städter für Menschen, dass dieses Konzept von Jan Giel immer stärker in die Städtereien fließt.

00:17:14: und gemacht über die Quartiere.

00:17:18: Jedes Quartier muss sich definieren und es muss dann in einem Gesamtgefüge stehen.

00:17:22: Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Quariersleute vom Wesen her recht ähnlich sind.

00:17:27: Ja, ich glaube

00:17:28: auch.

00:17:28: Man versteht sich einfach gut.

00:17:31: Ein

00:17:31: ganz aktiver, toller Typ.

00:17:34: Absolut!

00:17:36: Ich würde mal behaupten aus meiner Sicht wir mögen uns alle und treffen uns gerne aber noch kein Format um mal so richtig gemeinsam auf die Pauke zu hauen.

00:17:46: Na ja, wenn man jetzt die Speicherstadt nimmt wie Alze ist und so weiter dann ist ja eine riesige Langstrecke auch in den Dingen nicht das Verkehrteste würde ich mal sagen und ihr habt ja noch viel vor und du hast wahrscheinlich noch viele Ideen.

00:17:57: Lieber Danny wir sind auch schon fast am Ende des Gesprächs ne?

00:18:00: Wenn du dir was wünschen könntest sowas du hier umsetzen möchtest oder was schneller gehen dürfte.

00:18:06: für das Quartier darfst du kannst du irgendwas nennen?

00:18:09: vielleicht hört es ja jemand.

00:18:14: Also, ich bin ein ganz großer Freund des Konzepts Städte für Menschen von Jan Giel.

00:18:19: Was ich ihm schon sagte ... Für mich müssen Quartiere immer so funktionieren, dass der Mensch an oberster Stelle steht?

00:18:27: So sind wir einfach gebaut und sind in einer gewissen Art verdratet.

00:18:31: Wir sind emotionale Wesen.

00:18:33: Und Städten müssen in eine gewisse Art und Weise für Menschen gestaltet sein, damit wir uns wohlfühlen, damit Begegnung stattfinden kann.

00:18:42: Und durch Begegnungen entsteht eine gewisse gesellschaftliche Resilienz.

00:18:46: Man kommt ins Gespräch, man beruhigt sich ein bisschen und es liegt eigentlich in der Hand der Stadtplanung so was zu schaffen.

00:18:53: das wird auch groß umgesetzt.

00:18:55: wenn ich mir sowas wünschen dürfte dann würde ich mir noch mehr Willen wünscht Städte für Menschen zu bauen.

00:19:03: mal so ein bisschen losgerüst im Allgemeinen genau auch ein bisschen über die Speicherstadt hinaus

00:19:09: kann ich nur zustimmen.

00:19:10: Wir erleben alle in diesen Bereichen, wir wollen uns wohlfühlen und wir kriegen es alle mit was man aufnimmt und wahrnehmt.

00:19:17: wenn man sich in der Stadt bewegt, ich mit meinem Fahrrad und doch Dinge wahrnehme anzudenken hätte man jetzt auch anders machen können.

00:19:22: also so neue Sachen um zu funktionieren und dann sehen sie doch wieder eher aus wie vorher ... noch mal so erwähnen.

00:19:28: Hab's beim Vorgespräch gerade ein bisschen, oder?

00:19:30: Gebe

00:19:30: ich

00:19:32: dir recht!

00:19:32: Also ich drück dir sehr die Daumen.

00:19:34: wir werden uns sicherlich häufiger noch begegnen ist ja auch so ein bisschen mein Umfeld.

00:19:37: Ich finde Speicherstadt und alles was da dran hängt mit allen... Auch das Dialoghaus und die Restaurants, die es da gibt.

00:19:43: Das ist schon großartig.

00:19:44: Ich glaube du hast auch einen tollen Job.

00:19:45: Ich würde dir immer sagen, dass

00:19:46: macht wahrscheinlich

00:19:47: echt Spaß.

00:19:48: Ja definitiv Und deshalb drücke ich im ganzen Quartier und dir ganz herzlich die Daume und wünsche euch toi-toi-toi Bis zum nächsten Mal,

00:19:55: ne?

00:19:55: Tausend Dank.

00:19:56: Danke dir!

00:20:05: Ahoi, ciao!

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