Podcast aus dem Hamburger Hafen mit Ingrid Langheld
Shownotes
In der neuen Folge von „Hubis Hafenschnack“ spricht Hubi mit Ingrid Langheld, Vorsitzende der Geschäftsführung von Banijay Germany Live, über ihren Weg vom Printgeschäft über das Fernsehen bis in die Live-Entertainmentbranche. Die gebürtige Hamburgerin erzählt, wie sie über den Axel Springer Verlag und Brainpool nach Köln kam, warum Comedy bis heute ein wichtiges Standbein des Unternehmens ist und was ein wirklich gutes Live-Erlebnis für sie ausmacht. Gemeinsam sprechen sie darüber, wie sich Publikum und Entertainmentbranche verändert haben und warum Menschen heute bewusst nach echten, gemeinsamen Momenten suchen. Im Mittelpunkt steht außerdem LUMINISCENCE im Hamburger Michel. Die immersive 360-Grad-Inszenierung verbindet passgenaue Lichtprojektionen mit Live-Chor, Orgelmusik und der Stimme von Ben Becker und erzählt die Geschichte des Hamburger Wahrzeichens auf eine neue Weise.
Transkript anzeigen
00:00:01: Das Herz von Hamburg, das ist der Hafen.
00:00:04: Mit all den Menschen die dort arbeiten leben und lieben.
00:00:07: Sie erzählen mir alle zwei Wochen Geschichten von der Waterkant.
00:00:11: Mein Name ist Hubert Neubacher aber alle nennen mich Hubi.
00:00:15: Ich bin der Chef von Parkassen Meier Und das hier ist Hubis Hafenschlag.
00:00:24: Moin liebe Hafenschag Freunde!
00:00:26: Hubi ist am Apparat und heute darf ich tatsächlich wieder an einem Ort sein der mir sehr am Herzen liegt und auch über ein Thema was sich total spannend finde.
00:00:35: Sag mal, man nicht immer war am Michel und meine Gesprächspartnerin heute ist Ingrid Langheld.
00:00:40: Moin, Ingrid!
00:00:42: Und Ingrid ist Vorsitzender der Geschäftsführung von Bunny Chai.
00:00:46: Von der Bunny Chail Life?
00:00:47: Ja, das
00:00:49: meckert mein
00:00:51: Boss-Boss.
00:00:51: Okay, wunderbar.
00:00:53: Liebe Ingrid, wir kommen in der Mitte des Gesprächs auf... das Projekt, was im Michel gerade stattfindet.
00:01:00: Das ist das Hauptthema, worum wir hier sitzen.
00:01:02: Was ich mir auch sehr gewünscht hab, weil die Show Luministenz schon zweimal sehen durfte und sehr begeistert bin ... Sehr gut!
00:01:08: Und ich möchte aber trotzdem erst mal auf dich persönlich zurück.
00:01:12: Du bist extra angereist
00:01:14: heute?
00:01:14: Ja tatsächlich heute Morgen aus Köln.
00:01:17: Aus
00:01:17: Kölnen.
00:01:18: Bist du aber gebürtige Hamburgerin und hast dein Weg gestartet?
00:01:21: Ich bin in Hamburg aufgewachsen ab meinem zweieinhalbsten Lebensjahr Und bin auch nur sehr widerwillig aus der Stadt gezogen.
00:01:31: Ich musste, ich musste wegen des Jobs!
00:01:33: Du bist in der Entertainment und Eventbranche tätig.
00:01:36: was jetzt auch den Job jetzt angeht?
00:01:39: Wie bist du da reingerutscht und erzählst so ein bisschen?
00:01:41: weil ich finde das schon sehr spannend weil sie auch mit Hamburg zu tun hat wie du wieder will ich aus Hamburg weggehen musstest.
00:01:48: letztendlich weil du wolltest ja gerne hier bleiben.
00:01:51: Das stimmt und ich habe auch einem hochrangigen Manager eines großen Verlag ist nämlich meinem ersten Arbeitgeber dem Axel Springer-Verlag, habe ich angefangen als Trainee.
00:02:03: Irgendwann gesagt, ich möchte nicht mit nach Berlin.
00:02:05: Ich möchte in Hamburg bleiben!
00:02:08: Das war so um zwei tausend, neunundneinzig, zweitausender Wende rum.
00:02:15: und dann hab' ich das Glück gehabt
00:02:17: über
00:02:18: Springer in ein Projekt zu kommen mit der Brainpool TV.
00:02:22: BrainpoolTV sagt vielen was durch die Stefan Raab Formate oder Schlag den Raab, Schlag der Star.
00:02:29: Stromberg-Ladykracher Pasthefka, das sind so die Formate, die von Brainpool entwickelt worden sind.
00:02:35: und Brainpool hatte zu der damaligen Zeit die Idee eine junge Programmzeitschrift mit dem Namen TV Total in den Markt zu bringen.
00:02:43: Und da sie keine Verlagerfahrung hatten gab es damals ein Projekt mit Max Sprenger Verlag Und über die Schiene bin ich dann zur Brainpool TV gekommen, aber in Hamburg.
00:02:54: Ich wollte ja nicht mit nach Berlin.
00:02:56: Also hab' ich in Hamburg angefangen bei Brainpool ... In der Kampnagel-Fabrik, in den Büros dort und dann war diese Zeitschrift leider nicht von Dauer.
00:03:06: und dann habe ich da als Letzte das Licht ausgemacht und dann hat man mir angeboten, nach Köln zu kommen wo der Hauptsitz vom Brainpool saß.
00:03:14: Um Brainpool gehört mittlerweile Also einer großen internationalen Gruppe, der Banijal-Gruppe.
00:03:20: Das ist eigentlich mein Weg vom Print zum Fernsehen.
00:03:25: Ja, es ist manchmal so.
00:03:26: Ich meine das haben wir die letzten Jahrzehnte alle mitgekriegt dass die Medienbranche gerade was Print angeht sich sehr verändert hat und gerade in Hamburg auch viel bewegt hat.
00:03:33: da kann man noch ein ganz anderes Gespräch oder lange drüber reden und Gespräch füllen weil wirklich viel auch in Hamburg als als Printmedienstadt und Verlag statt ja viel verloren gegangen ist.
00:03:45: Absolut!
00:03:46: Das hat glaube ich allen weh getan.
00:03:47: dieser Umzug Und ich bin jetzt auch nicht bei mir am TV, sondern ich bin ja im Live-Bereich.
00:03:53: Genau!
00:03:53: Das hat seine eigenen
00:03:55: Gesetze.
00:03:56: Ja... das heißt du bist dann nach Köln gezogen?
00:04:00: Hast da den neuen Weg beschritten?
00:04:03: Wie hast du da angefangen und wie ist da dein Weg gegangen?
00:04:09: dass du heute an der Spitze stehst des Unternehmens hast du geschäftigt?
00:04:13: Also ich habe einen Prinzip, ich hab ganz ständig noch mal BWL studiert.
00:04:18: In Köln an war der TV-Produktionsfirma und niemand konnte was mit mir anfangen, weil ich nicht den klassischen Weg beschritten hatte.
00:04:25: Und ich hatte auch kein klares Profil, das man so kennt aus dem Fernsehen Produktionsleiter, Aufnahmeleiter oder Redakteur.
00:04:31: Sondern ich habe dann für den Vorstand im Prinzip Projektleitung gemacht.
00:04:37: Über den Weg wurde mir irgendwann eine Firma anvertraut die ursprünglich damit angefangen hat Webseiten zu... produzieren, für tv-total.de zum Beispiel.
00:04:49: und am Ende wurde das eine Firma die alles gemacht hat was um Auswertung von Rechten also rechten an dem produzierten Material an Formatrechten so anfiel.
00:04:59: und das habe ich mit einem Kollegen zusammengemacht.
00:05:01: und daraus ist im Prinzip ne Vermarktungsfirma entstanden die alles eingesammelt hat eben so machen kann.
00:05:08: Und es gab irgendwann ganz viele DVDs und dann gab's die DVD nicht mehr, aber Netflix und Prime.
00:05:13: Dann konnte man Stromberg bei Netflix schauen und solche Sachen hab ich gemacht, dass er eigentlich immer schon irgendwie Vermarktung ... Ja!
00:05:20: Und dann gab es auch eine Firma, die nannte sich The Brain Pool Live.
00:05:24: Darin waren alle Live-Aktivitäten gebündelt, nämlich Hauptzüglich eigentlich Comedy, Stand Up Comedy.
00:05:30: Bis heute ist das so?
00:05:31: Die DNA in unserem Livebereich ist ... Wir machen jedes Jahr das Cologne Comedy Festival.
00:05:37: Das ist glaube
00:05:37: ich ein ganz großes Comedy-Ding da vor Ort, ne?
00:05:40: Ja
00:05:40: auf jeden Fall!
00:05:41: Wir haben tolle Comedy Marken.
00:05:43: Nightwash ist ein Format was eben auch bundesweit auf Tour geht und wir sind so etwas wie die besten Comedians Deutschlands auf Tour.
00:05:53: Das ist also aktuell tatsächlich noch voll im Programm.
00:05:56: Das heißt, Comedy ist ein großes Standbein von euch so und das geht ja dann schon in die Richtung Live-Entertainment.
00:06:05: Also wir gehen mit diesen Formaten auf Tour.
00:06:07: Wir gehen auch mit Künstlern auf Tour, wir haben Arze Schröder zum Beispiel für die Künstler organisieren wie dann die Turninen sozusagen und wir haben seit letztem Jahr auch einen eigenen Comedy Club den Nightwash Comedy Club im Herzen von Köln.
00:06:21: Da findet jeden Abend irgendwas statt, also entweder unsere eigenen Veranstaltungen oder die von anderen Künstlern, die sich ausprobieren wollen, oben meistens...
00:06:29: Also ich höre schon raus, du bist ja gut in Kölnen angekommen zwischendurch.
00:06:33: Wir müssen uns keine Sorgen machen, ne?
00:06:35: Ich muss aufpassen dass ich nichts Falsches sage!
00:06:37: Also ich würde es mal so sagen man kann es als Hamburgerin in Kologne sehr gut aushalten.
00:06:42: Ja Siste das ist doch sehr diplomatisch, genau.
00:06:47: Live-Erlebnis Fangen wir mal so an.
00:06:49: Was macht denn für dich ein wirklich gutes Live-Erlebnis aus?
00:06:53: Was muss es haben?
00:06:55: Ja, es muss berühren in irgendeiner Form.
00:06:58: Es muss Menschen die Möglichkeit geben, mal abzuschalten von dem was sie vielleicht um sich herumhaben.
00:07:05: Die Menschen müssen die Möglichkeit haben irgendwo einzutauchen mit Menschen um sie herum, die vielleicht das gleiche Interesse teilen oder mit denen sie befreundet sind.
00:07:18: Wenn etwas nicht emotional berührt, dann ist es nur eine Veranstaltung.
00:07:22: Aber es bleibt nicht hängen!
00:07:25: Ja ich glaube das geht uns allen so... Es muss schon irgendwas ankommen also wo.
00:07:30: ein Gänsehautmoment muss schon dabei sein damit ein Live-Erlebnis das ist was man erleben möchte und wofür man auch gerne Geld ausgibt.
00:07:37: Und das Miteinander.
00:07:38: Ich bin sehr viel in live Geschichten unterwegs Ob's Konzerte sind oder eben auch hier im Michel dann wo wir gleich reden gerade in der heutigen Zeit und so ein bisschen rauszuholen aus dem Alltag, der ja wirklich gespickt ist mit Nachrichten.
00:07:51: Und Themen die nicht alle schön sind macht ihr glaube ich einen ganz wichtigen Job um uns alt ein bisschen zwei drei Stunden den Kopf frei zu bieten.
00:08:00: also dafür schon mal vielen Dank im Namen für alle
00:08:03: jetzt zuhören.
00:08:04: Tatsächlich habe ich mich natürlich wie jeder andere Mensch mal gefragt was mache eigentlich Sinnstiften?
00:08:10: Ich hab für mich irgendwann entschieden zu sagen nie.
00:08:12: es ist auch ein Sinn wenn man Menschen eine gute zeit verschafft.
00:08:16: Das macht auch, ich bin mittlerweile aus allen anderen Vermarktungsthemen raus.
00:08:19: Ich konzentriere mich nur noch auf den Livebereich und wir gehen ja auch in neue Genre wie man sieht mit Luminescence.
00:08:25: Und das ist wahnsinnig dankbar weil man unglaublich viel Feedback zurückbekommt und das auch sehr schnell.
00:08:30: also auch wenn was viel läuft natürlich.
00:08:34: Bevor wir auf Luminesense jetzt kommen hat sich in den letzten Jahren aus deiner Sicht du bist so hautnahm hat sich das Publikum verändert.
00:08:40: es ist schwieriger geworden oder ist es kritischer geworden kann man das sagen?
00:08:44: Auch bei der Comedy
00:08:45: Ja, also ich glaube das ist aber auch ein Stück weit normal was sich die Gesellschaft ja auch ändert.
00:08:50: Also gerade in der Comedy hat sich viel verändert auch in den Inhalten wie man was sagt, was man sagt Vieles von dem was man früher gesagt hat und niemand hat es irgendwie weiter irgendwie gestört wahrscheinlich schon immer Aber es hat keiner darüber diskutiert etwas, was man heute auch nicht mehr machen würde.
00:09:11: Das ist einfach nicht mehr ... Es ist nicht angebracht!
00:09:14: Ich kann es dir bestätigen.
00:09:15: Auch da bin ich so, weil ich natürlich auch Oldschool bin mit meinen Mittefünfzig.
00:09:19: Ich habe früher auch über andere Dinge gelacht.
00:09:21: wenn ich die heute sehe, überlege ich selber auch wow dass das mal lustig war finde ich auch merkwürdig.
00:09:26: Ja aber es gehört glaube ich zur Entwicklung der Menschheit dazu, dass man sich als menschweiter entwickelt und dazu auch Themen und wie man mit denen umgeht.
00:09:35: Und was hat sich verändert?
00:09:36: Also... Die Livebranche Wächst, so anders als andere Bereiche wie der TV-Markt zum Beispiel wächst live.
00:09:44: Aber live wächst nicht überall gleichermaßen sondern A gibt es mittlerweile sehr viel mehr Live-Erlebnisse oder Live-Ereignisse.
00:09:54: früher war so Musik oder Wort.
00:09:57: Ja
00:09:57: heute ist das.
00:09:58: ich mache ein live Podcast Ich mache eine Live Lesung Ich mache diese ganzen immersiven Veranstaltungen und Ausstellungen, die jetzt gerade überall wie Pilze aus dem Boden sprießen.
00:10:09: Und die Definition von Live ist glaube ich eine andere Beziehungsweise.
00:10:14: eigentlich ist es ja nur der Versuch dass man Erlebnisse schafft, die in der Echtzeit stattfinden.
00:10:20: Ja und das macht sie auch so.
00:10:22: speziell
00:10:24: Um das kurz abzurunden noch aber Ist Es nicht toll Dass wir nach einer Zeit wo gar nichts live ging in die Richtung gegangen sind, dass es jetzt wieder so viel live ist.
00:10:32: Dass die Menschen so einen Gefühl haben wollen oder sie möchten live erleben, dass das so groß geworden ist.
00:10:38: Da ist doch eigentlich auch ein Glück.
00:10:39: Ja
00:10:39: also das hat mit Sicherheit auch etwas damit zu tun, dass wir das zwei Jahre nicht durften.
00:10:44: Wir ja auch nicht... Also nichts mehr stattgefunden von heute auf morgen.
00:10:48: Es hat aber auch was damit zu machen wie unser Umwelt ist.
00:10:52: Also wir bewegen uns hier eigentlich nur noch irgendwie in der Vergangenheit und in der Zukunft oder virtuell durch die Art und Weise, wie wir kommunizieren.
00:11:00: Und das Einzige, was eigentlich noch echt ist, ist das, was ich in dem Moment erlebe.
00:11:05: Ich glaube schon, dass die Menschen dieses Erlebnis haben wollen.
00:11:09: Sie wollen mit anderen Menschen etwas tun, was du nicht vor- oder zurückspulen kannst ... Oder reproduzieren kannst auf die gleiche Art und Weise.
00:11:17: Und sie wollen emotional was erleben und damit nach Hause gehen und ein Stück weit vielleicht auch sich manchmal aus der Realität dann ...
00:11:26: Ja, denke ich auch.
00:11:27: So ein... jetzt wickelt sich das immer weiter und ihr habt etwas nach Hamburg gebracht wo ich schon gesagt habe, wo ich selber total begeistert bin Luministenz!
00:11:38: Was ist Luministens?
00:11:41: Eine gute Frage.
00:11:42: es ist tatsächlich auch gar nicht so einfach in einem Satz zu beantworten.
00:11:45: also wenn ich's mal versuche sehr sachlich zu beschreiben dann ist es eine sich verbindet mit einer Live-Musik, nämlich mit einem Live-Core und einer Liveorgel.
00:12:01: Und eine Erzählstimme, die Stimme des Michels gesprochen von Ben Becker.
00:12:08: Genau.
00:12:10: Wenn ich es versuche auf eher emotionale Ebene zu heben, dann würde ich das beschreiben.
00:12:18: Es ist wirklich ein immersives Erlebnis.
00:12:21: Ich werde mit all meinen Sinnen, werde ich reingezogen in das, was um mich herum stattfindet.
00:12:28: Und es ist tatsächlich sehr bewegend.
00:12:31: also ich bin glaube ich der größte Fan von unserer eigenen Veranstaltung.
00:12:35: Ja doch die beste Voraussetzung definitiv!
00:12:37: Also um jetzt nochmal zu erklären eine dreihundertsechzig Grad Inszenierung im Michel.
00:12:43: Der Michel, ich sag's mal für alle die weiter weg wohnen Die Hauptkirche, also eine der fünf Hauptkirschen.
00:12:49: Das Wahrzeichen von Hamburg und die habt ihr umfunktioniert, umgestaltet in dem Sinne dass man abends seit Anfang Juli glaube ich regelmäßig etwas erleben kann was man wenn man so nicht erlebt hat.
00:13:03: ganz ehrlich Leute geht da rein.
00:13:04: es ist irre Was wirklich ein ihres Erlebnis ist für Seen hören Und ja auch wirklich ein bisschen Gänsehaut.
00:13:14: Ihr macht das Nicht nur in Hamburg zum einen.
00:13:17: Das heißt, es gibt's auch in anderen Städten?
00:13:19: Wir sind aktuell wie in Hamburg und ziehen quasi immer wie die Karawane weiter.
00:13:23: Wir sind ja immer ungefähr vier Monate an einem Ort.
00:13:27: Wir haben angefangen in Münster im Domen, waren dann in Nürnberg in der Lorenz-Kirche und sind jetzt... das ist die dritte Station.
00:13:33: Und als nächstes gehen wir nach Paderborn.
00:13:34: Ah super!
00:13:35: Und Hamburg aufgrund deiner Verbindung oder warum ist es denn Michel geworden?
00:13:39: Ich bin da sehr froh drum aber...
00:13:41: Es kann also natürlich Als Hamburgerin möchte oder wollte ich unbedingt, dass das nach Hamburg kommt.
00:13:48: Natürlich geht man dann da auch dahin was so auch ikonisch ist und der Michel ist ikonische Und wir brauchen ja außerdem auch große Kirchen.
00:13:58: Wir können nicht in kleine Kirchen gehen mit diesem technischen Aufwand.
00:14:02: So jeder die jetzt den Michael kennt und der da reingeht, wir können jetzt auch kleinere mal rübergehen sieht eine große prunkvolle Kirche mit einem großen kirchenschiff weiß gehalten, bisschen Gold gehalten mit der großen Orgel oben drüber.
00:14:15: Alles wunderbar!
00:14:17: Wenn ich in Luminescence reingehe erlebe ich dieses Kirchenschiff völlig anders.
00:14:23: Kannst du es in irgendeiner Form beschreiben?
00:14:24: Ich werde auch wenn wir's posten so ein paar Bilder versuchen mit darzustellen Weil auch selbst ich bin im Vorstand der Stiftung hier in Michl, also ich bin dem Gebäude und der Kirche sehr verbunden.
00:14:35: Weil es mir ja auch gerade den Corona geholfen habe – das war für mich so ein Ruheort!
00:14:39: Aber man erlebt die Kirche völlig anders in einer ganz anderen Atmosphäre.
00:14:44: Und es ist ja auch klar lichttechnisch immer nur abends.
00:14:48: Wie habt ihr... Ich muss jetzt auch mal technisch noch erklären oder zumindest fragen….
00:14:53: Wie lange habt ihr den Gebrauch, das alles zu installieren?
00:14:56: Weil die Lichtpunkte und alles was an Gestaltung stattfindet.
00:14:59: Ich würde sagen ist er auf dem Millimeter ausgemessen auf das Kirchenschiff in alle Richtungen.
00:15:04: Ja es ist auch auf einem Millimeter ausgemessen und zwar fängt das immer mit einem drei D-Scan an.
00:15:11: also wir gehen in die Kirche suchen uns einen zentralen Punkt und messen dort mit einem Laser Scanner vermessen mehr und lesen.
00:15:20: sozusagen die Kirchen können wirklich bis ins kleinste Detail nachher sagen, wo was steht oder wie eine Säule geformt ist.
00:15:28: Das ist der erste Schritt.
00:15:30: und dann fangen die kreativen Menschen an, die da im Hintergrund arbeiten, fangen an damit Bilder passend zur Geschichte, die wir dann erzählen auf ... die Flächen zu legen.
00:15:44: Und dann sucht man sich die Punkte, wo die Projektoren in Michelsens XXV.
00:15:49: Wahnsinn!
00:15:51: wie die stehen müssen, damit man alles abdecken kann was man abdecken möchte.
00:15:57: Dann gibt es dann manchmal Überlappungen zwischen den Projektionsbildern wenn sie wieder rausgerechnet und dann entsteht ein Bild was exakt auf die Architektur auf jede einzelne Linie angepasst sozusagen drauf gelegt wird.
00:16:11: das ist die meistgestellte Frage ist immer Wie kriegt ihr die Bilder an die Wand?
00:16:15: Ja mit Projektoren Die sind fest verbaut Und wir versuchen natürlich auch möglichst, sie so zu verbauen, dass man sich gar nicht wahrnimmt.
00:16:24: Das wollte ich gerade sagen!
00:16:25: Ich habe nämlich auch gesucht und war jetzt zweimal drin.
00:16:27: Man muss wirklich genau hingucken... ...und was mich sehr fasziniert hat neben der Großflächigen, die Decke und die Wände und der Altarraum
00:16:37: usw.,
00:16:38: was ja alles ineinander übergeht.
00:16:40: Teilweise Liniengetreu, auch was den Balkon angeht.
00:16:46: wird ja gezeichnet quasi ein Bild so.
00:16:49: Das finde ich schon enorm, also das ist sehr, sehr faszinierend!
00:16:52: Das ist auch
00:16:54: Kunst?
00:16:54: Ja definitiv.
00:16:56: Das ist nicht etwas was man mal eben einfach so reproduzieren kann.
00:16:59: da sitzen wirklich kreative Menschen in dem Fall ist es ein Team in Frankreich die da sitzen und wunderschöne Bilder entwickeln, die man dann sozusagen technisch übersetzt... Also am Ende hat's sehr viel mit Medien-Server und vielen Kabelleitung zu tun.
00:17:15: Aber am Ende ist der Ablauf programmiert, damit er eben so exakt stattfinden kann.
00:17:21: Das ist eine Herausforderung für die Musik natürlich, weil die Musik ist ja live
00:17:24: und in
00:17:25: einem großen Gebäude hat man auch einen Versatz oder ein Echo oder wie auch immer.
00:17:31: Da arbeiten die Musikerinnen und Musikern mit dem Klicksystem im Ohr, damit alle ein Berchtentakt sind.
00:17:38: So das heißt einfach kurz vom Ende schon sind.
00:17:41: wir wollen natürlich darauf hinweisen dass die Leute unbedingt da reingehen sollen.
00:17:44: also Tolle Bilder, es gibt einen tollen Chor der auf der Südseite steht.
00:17:52: Ne, Nordseite muss ich jetzt selber überlegen?
00:17:55: Auf der Nordseiten natürlich völlig klar!
00:17:58: Mit Live-Musik wird die Orgel gespielt und die Stimme von Ben Becker ist zu hören, der erzählt in der Ich-Form die Geschichte des Michels von den Anfängen über die Brände hinweg bis heute.
00:18:10: Und das der Michel, unser Wahrzeichen.
00:18:13: Unser Leuchtturm quasi in der Stadt ist es.
00:18:17: So jetzt haben wir noch drei Wochen ungefähr, dass ihr hier seid.
00:18:21: als Highlight habt ihr euch noch was ausgedacht?
00:18:24: Ich glaube die letzten vier Vorstellungen.
00:18:25: gibt's noch etwas Besonderes?
00:18:27: An den letzten vier Tagen also bis zum vierundzwanzig im Oktober wer noch kein Ticket hat bitte
00:18:32: unbedingt reingehen Leute.
00:18:35: haben wir noch ein Orchester Special.
00:18:37: Das heißt, neben dem Live-Core und der Live-Orgel haben wir auch einen Orchester was auch live dann spielen wird.
00:18:46: Die Orchester-Version ist normalerweise vom Band.
00:18:49: Haben wir live als kleines Dankeschön für alle weil uns das auch... Also das wird nochmal ein Highlight wenn man da auch noch mal live Musiker sitzen hat die zu den Bildern spielen.
00:19:00: Also definitiv das, wofür du lebst.
00:19:03: Ein Live-Erlebnis zu kreieren, Bilder zu sehen und ich hatte mehrmals Gänsehaut und ich komme auch gerne noch mal wieder in der Orchester da.
00:19:10: Ja, ich hab' auch regelmäßig immer noch Gänselhaut!
00:19:13: Von dem her alle die jetzt zuhören.
00:19:15: Luminiszenz ist ein Tipp von mir und von vielen anderen mit denen ich das auch schon sehen durfte.
00:19:19: geht da bitte rein guckt's euch an und ich danke fürs Gespräch und weiterhin viel Erfolg auch in Paderborn.
00:19:25: Danke schön und vielen Dank dass ich da sein durfte.
00:19:28: Ahoi ciao
00:19:30: Dieser Podcast ist eine Produktion der gute Leudefabrik in Kooperation mit Bakassen Maier, der Szene Hamburg, Aholradio und dem Hamburg-Guide.
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