Podcast aus dem Hamburger Hafen mit Petra Oelker
Shownotes
In der neuen Folge von „Hubis Hafenschnack“ spricht Hubi mit der Hamburger Bestsellerautorin Petra Oelker über ihren ungewöhnlichen Weg vom Sozialwesen in den Journalismus und schließlich zu einer der erfolgreichsten Autorinnen historischer Romane und Krimis. Petra erzählt, wie ihre Liebe zu Hamburg und seiner Geschichte ihre Bücher geprägt hat, warum sorgfältige Recherche für sie unverzichtbar ist und weshalb sie für jedes Buch tief in Archive, Bibliotheken und Museen eintaucht. Gemeinsam sprechen sie über die Faszination des Hamburger Hafens, historische Schauplätze, die Entstehung der beliebten Rosina-Reihe und darüber, warum sie diese eigentlich bereits beendet hatte. Außerdem gibt Petra exklusive Einblicke in ihr neues Buch „Das Weihnachtskonzert“, in dem Rosina überraschend zurückkehrt und eine spannende Geschichte rund um das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach und das historische Hamburg erzählt.
Transkript anzeigen
00:00:01: Das Herz von Hamburg, das ist der Hafen.
00:00:04: Mit all den Menschen die dort arbeiten leben und lieben.
00:00:07: Sie erzählen mir alle zwei Wochen Geschichten von der Waterkant.
00:00:11: Mein Name ist Hubert Neubacher aber alle nennen mich Huben.
00:00:15: Ich bin der Chef von Parkassen Meier Und das hier ist
00:00:18: Hubis
00:00:18: Hafenschnack.
00:00:24: Ja moin liebe Hafenschlagfreundinnen und Freunde Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge meines Podcasts Und ich darf heute als Gesprächspartnerin begrüßen Petra Ölka Moin.
00:00:35: Moin, moin!
00:00:37: Liebe Petra wir duzen uns weil wir uns durchaus schon etwas kennen und das Thema schon ein zweimal besprochen haben.
00:00:45: das letzte mal zum Neuersamfang im Puzzerius Kunstforum möchte ich mir gleich erwähnen was sich ganz großartig fand.
00:00:50: deshalb für alle die zuhören wir duzeln uns und dem Hamburger Hafen sowieso.
00:00:55: liebe Petra Du bist Bestsellerautorin, muss man ja sagen.
00:00:59: Darf man das sagen?
00:01:00: Das
00:01:00: darf man sagen.
00:01:01: Kommt mir immer komisch vor aber darf
00:01:03: ich es sagen!
00:01:03: Ja weil's ist tatsächlich so und vor allem bekannt für historische Romane und historische Krimis.
00:01:10: Das ist glaube ich das wofür man dich kennt.
00:01:13: darauf kommen wir natürlich gleich zurück.
00:01:15: Ich möchte aber schon damit einsteigen was dein Werdegang angeht der lang ist Sag ich mal, und auch ein langer Weg war um in Choledismus zu kommen.
00:01:25: Vielleicht kannst du uns erzählen wie es dazu gekommen ist weil deine ursprüngliche Herkunft ja gar nichts damit zu tun hatte?
00:01:32: Ja da muss ich mich nicht mehr um die Kurzfassung bemerken.
00:01:35: Ich habe so den typischen Mädchen-Werdegang, den Bürgerlichen Und das Mädchen soll ins Büro und dann hab' ich eine MTA Ausbildung Das gibt's gar nicht mehr Also Laborausbildung gemacht.
00:01:46: Das hat mich interessiert Weil ich das so spannend fand Und das war dann alles etwas anders in der Realität.
00:01:53: Ich habe da eine Sozialpädagogik studiert, das waren die Siebziger, wir wollten die Welt retten und dann fing das an was ich gerne a long and winding road nenne weil dann ging alles durcheinander.
00:02:07: Ich hab es alles Mögliche gemacht, ich habe als Sozialarbeiterin auch gearbeitet erst Jugendarbeit, dann Altenarbeit und habe dann nochmal angefangen zu studieren musste mir das verdienen also wie die meisten Leute in meinem jetzigen Beruf auch mal jahrelang in der Kneipe gejobbt und all solche Dinge gemacht.
00:02:25: Und hab dann nochmal Pädagogik studiert, ein paar Semester Jura was war ein vergieblicher Versuch?
00:02:31: Und bin dann weil eine Zeitung gegründet wurde an die linke Zeitung kann man sagen aber sehr bürgerlich die Hamburger Rundschau.
00:02:39: da bin ich durch Zufall durch meine damalige Wohngemeinschaft reingerutscht und ich konnte tippen.
00:02:46: Ich helfe euch!
00:02:47: Ich finde das ein tolles Projekt.
00:02:49: Du kommst aber auch ursprünglich gar nicht aus Hamburg, das heißt wie ist es denn dazu gekommen?
00:02:53: Naja
00:02:54: ich fand Hamburg immer ziemlich toll weit weg.
00:02:56: Ich komme so vom Plattenland Richtung Emsland also geboren in Kloppenburg und dann haben wir noch in der Nähe von Münster gewohnt und Hamburg war für mich sowas naja da kann man aufs Schiff steigen und da fängt die Welt an!
00:03:13: Aber gerade diese Elbefahrt ist so wunderbar raus zum Meer durchs Estuar, das ist toll.
00:03:19: Deshalb freue ich mich auch sehr dass du hier bist.
00:03:20: wir sitzen ja auf der Commodore auf einem meiner Schiffe auch und es bewegt sich ein bisschen.
00:03:24: deshalb glaube ich im Hamburger Hafen genau richtig angesiedelt.
00:03:30: Genau, die Hamburger Rundschau ist die Zeitung.
00:03:33: Da hast du dann das erste Mal geschrieben – bei ja ursprünglich auch nicht so.
00:03:37: Das heißt, du konntest tippen und dann hat man gesagt, liebe Petra kannst Du mal oder wie muss ich mir das vorstellen?
00:03:42: Naja, die haben gesagt, du kannst das!
00:03:44: Also es wurden da null Nummern gemacht.
00:03:46: Es macht man wenn man ein neues Projekt rausbringt, dann werden erstmal Probennummern gemacht und dann guckten mich alle an uns und sagten wir brauchen noch was von der Studentin.
00:03:54: und ich guckte mich um.
00:03:55: also Ich war die Studentin, ich war schon über dreißig Aber zweit Studium und ich sage, ich kann nicht schreiben.
00:04:02: Da auch so wie du sprichst kannst du
00:04:03: schreiben.".
00:04:04: Okay!
00:04:05: Und dann habe ich nachgedacht und versucht und kam an der Buchhandlung vorbei.
00:04:08: Es ist schon immer für mich ein wichtiger Ort im Leben gewesen.
00:04:11: Schön!
00:04:12: Und da lag das neue Buch von Doris Lessing.
00:04:16: Das Golden-Nutizbuch werde ich halt wirklich nicht vergessen und das konnte ich mir nicht leisten Barfück und nebenbei Joppen.
00:04:23: Und hab dann überlegt, wie komme ich an das Buch?
00:04:27: Und habe dann überlegend schreibend trau' ich mich ein Buch zu klauen.
00:04:32: Weil Klauen war nie meins aber Bücherklauen geht gar nicht!
00:04:35: Ja... Und
00:04:36: diese kleine Geschichte, das war nur so eine ganz kurze Geschichte, da habe ich geschrieben und damit war es irgendwie passiert.
00:04:43: Und das hat sich dann fortgesetzt.
00:04:44: Das heißt, es kam
00:04:45: gut an
00:04:45: und...
00:04:46: Ja, das nächste war dann, dass sie dann fanden, dass ich das ziemlich gut gemacht habe.
00:04:49: Dann macht doch noch mal das!
00:04:50: Und dann gab es eine größere Geschichte aus den Anfängerinnen, da ich ziemlich viel übers rauere Haus.
00:04:56: Die hatten Geburtstag.
00:04:57: Hundertfünfzig oder so was?
00:04:59: Da haben Sie jetzt schreibt doch mal ein bisschen und dann hab' ich soviel geschrieben.
00:05:03: Das ist nie.
00:05:04: meine erste Doppelseite wurde.
00:05:05: Ach, toll!
00:05:06: Über das was damals war bei der Gründung und das was jetzt stattfand in den Wohngruppen und so.
00:05:11: und damit war dann...
00:05:13: Und dass auch schon auch noch Hamburger Rundschau.
00:05:16: oder war es schon schritt weiter?
00:05:17: Weil's ging ja dann zur Tatsch glaube ich.
00:05:19: Genau,
00:05:19: Hamburger rundscher war eine wichtige Sache funktionierte leider nicht wegen des Geldes.
00:05:23: natürlich da braucht man viele Millionen.
00:05:26: Und ich bin dann zu tats, weil die haben mich gefragt und geholt.
00:05:30: Ja?
00:05:30: Und war da auch mit Regionalchefin was nicht mein Ding war ... Weil Chefin will ich gar nicht, kann ich auch nicht.
00:05:38: Ich hab immer Bauchschmerzen gehabt.
00:05:40: Ja, das rausfohren.
00:05:41: Dann habe ich mich ...
00:05:42: Ich
00:05:42: nenne das immer, ich hab mich von der Brigitte wegkaufen lassen.
00:05:45: Die suchten jemanden mit meinen Qualifikationen von meinen Studiengängen her und meinen Ausbildungen her.
00:05:51: Da passte ich davon auch gut rein.
00:05:53: Und da habe ich die Sachen, die schreiben Sie heute gar nicht mehr.
00:05:56: Also diese großen Stücke über soziale und medizinische Themen.
00:06:02: Okay also die Brigitte war damals noch ganz anders als man sie heute kennt?
00:06:05: Ja genau!
00:06:06: Da hatten wir wirklich Sonderteile für Schwerpunktthemen und also sozialpolitische Themen...
00:06:12: Und seit wann bist du in Hamburg?
00:06:14: Ich bin seventy-two nach Hamburg gekommen weil ich einen Studienplatz bekommen hab Damals an der Fachhochschule für Sozialpädagogik, das wechselte dann.
00:06:22: Wurde in der Zeit Uni?
00:06:25: Ja da sind wir drei Tage auseinander, bin zweiundseitig geboren.
00:06:27: Ah, siehst du!
00:06:29: Das muss man ja mal festhalten so... Kannst mal gucken.
00:06:33: Umso schöner, dass wir uns austauschen können!
00:06:35: Dann erwähnst du jetzt das rauere Haus und da hör ich ja schon so ein bisschen raus... Da hast Du Dich dann wohl auch schon sehr intensiv mit beschäftigt um dann diesen Artikel zu schreiben.
00:06:42: Ja klar!
00:06:43: Ich konnte da kann man gut in die Geschichte einsteigen im Raunhaus.
00:06:46: Da gibt es ja viel oder gab es auch damals schon viel und damals war das noch nichts mit dem Internet als ich da anfing zu schreiben Das heißt die Recherche waren auch richtig mit Büchern.
00:06:56: und wenn ich meine Recherchenpläne von früher angucke und von heute Heute versauf ich in den Möglichkeiten an Recherche.
00:07:06: Und das war für mich einfach eine ganz spannende Geschichte, um sofern einfach zu
00:07:10: recherchieren.".
00:07:12: Dann war das ja journalistische Arbeit?
00:07:14: Das war ne journalistische Arbeit!
00:07:16: Aber auch im Journalismus, ich kriegte immer die reportagigen Themen.
00:07:20: Bericht konnte ich nie.
00:07:22: So kurz fassen...
00:07:25: So und jetzt sitzen wir hier weil du eine bekannte Autore
00:07:29: bist.
00:07:30: Wie kam es denn dann zu diesem Switch, sozusagen?
00:07:33: Ich schreibe ein Buch.
00:07:34: Was war das erste Punkt?
00:07:36: Ich will nicht die Brigitte anschwärzen in diesem Fall ist die Brigite Schuld.
00:07:40: Okay ich habe da.
00:07:41: dann war feste Redakteurin und dann hab' ich gekündigt und habe lange freiwillige Arbeit.
00:07:45: Das war auch gut für mich.
00:07:47: aber dann veränderte sich der Journalismus gerade im Frauenbereich so extrem.
00:07:51: Ich konnte das gar nicht.
00:07:53: solche Sachen und das war mir auch furchtbar.
00:07:55: Und dann haben sie alle gesagt du musst man Roman schreiben.
00:07:58: und ich habe gesagt viel Arbeit, kein Geld kann ich mir nicht erlauben.
00:08:02: Und dann hatte ich aber irgendwie so diese Geschichte... Ich hatte eine Biografie geschrieben über eine Barock-Schauspielerin, eine kleine Biographie und hatte so den Einstieg in die Theatergeschichte wo Hamburg auch vorkam.
00:08:13: Lessing, Nationaltheater, ich kann nur Stichworte sagen und der Kaffeehandel in Hamburg.
00:08:17: und dann hab' ich angefangen ein bisschen zu recherchieren Und hab daraus eine Geschichte gestrickt und wollte eine Hauptfigur, die nicht die Theaterleiterin ist.
00:08:26: Wie die Neuberin über dich geschrieben hatte, sondern eine Schauspielerin.
00:08:30: Okay!
00:08:30: Und hab da die Biografie der Neuberinnen eingebaut, die Großbürgertochter, die zu Hause abhaut zum Theater geht ... Und schon hatte ich meine erste Rosina-Geschichte.
00:08:40: Das war die Grundlage?
00:08:41: Das
00:08:41: war das Grundlage des
00:08:43: großen Erfolges.
00:08:45: Keiner
00:08:45: hat gedacht, dass es so ein Erfolg wird.
00:08:48: Es wollte auch keiner haben, nur Rohrwald ganz zum Schluss.
00:08:51: Das war der Tod am Zollhaus, das war der erste Rosinakrimi.
00:08:55: so werden die auch genannt weil ja das ich glaube zehn Bände gibt es davon
00:09:01: elf einen habe ich noch nachgeschoben.
00:09:02: genau da kommen wir gleich noch drauf.
00:09:04: genau es war eine lange Zeit.
00:09:05: tatsächlich.
00:09:07: also die Rosina war ja schon die Romane waren schon durch die wolltest du eigentlich gar nicht mehr
00:09:14: gemerkt, dass ich nach zehn – und wie gesagt in elften habe ich mir noch abringen lassen.
00:09:19: Ich wollte mich nicht wiederholen und ich wollte mich auch nicht
00:09:22: langweilen.".
00:09:23: Und es wurde immer ähnlicher!
00:09:25: Das wollte ich nicht.
00:09:26: Meine Lebenszeit, die ich da investiere….
00:09:29: Naja und?
00:09:29: …und ich
00:09:30: schrieb ja viele andere Sachen auch.
00:09:31: Also ich hab gleich viel andere Bücher geschrieben.
00:09:33: Ja,
00:09:34: den werden wir auch gleich erwähnen natürlich was ganz wichtig ist weil's aber so festgelegt ist auf Rosina diese zehn Elfbände sehr historisch belegt.
00:09:44: Das ist worauf ich hinaus will und sehr, sehr gut recherchiert.
00:09:48: Ich habe ja im Zuge dessen das so wie gesagt im Februar schon unterhalten durften mich sehr eingearbeitet und hab mir den ersten Band auch dann als Hörbuch angehört.
00:09:58: Ich hoffe dass es in Ordnung ist, das ist beim Laufen wunderbar.
00:10:02: Ja
00:10:02: genau!
00:10:03: Und das haben wir im Vorgespräch auch schon gesagt.
00:10:05: beim zweiten Band bin ich ein bisschen hängen geblieben weil Arthornfreunde dazwischen gekommen sind.
00:10:10: Ich grüße Kestner-Kestner mit den Hafenkremis, da bin ich jetzt gerade dran...
00:10:14: Wunderbare!
00:10:14: Wunderbarere Hafenkrimis.
00:10:15: Machen
00:10:15: die toll, ne?
00:10:16: Ja ganz toll.
00:10:17: So und deshalb bin ich beim ersten Band erst mal hängen geblieben habe mich aber auch sehr eingelesen was das angeht und was sich wirklich toll finde ist wenn man ihr habt auch eine Hafenkarte in den Büchern drin wo man wirklich die Geschichte Und wenn man die hinlegt und liest, man kann genau sehen wo es spielt.
00:10:40: Und fühlt sich richtig ein in die Szenarien, die du dort beschreibst.
00:10:45: Wie muss ich mir die Recherche vorstellen um in diese Historie Hamburgs einzusteigen?
00:10:51: Um das so darzustellen.
00:10:53: Wie viel Stunden Zeit haben wir?
00:10:55: Auch für Hamburgs.
00:10:58: Nein nein nein!
00:10:58: Die hat sich natürlich sehr verändert im Laufe der Zeit Und der Erste erschien siebenneunzig.
00:11:03: Das ist wirklich lange her und da gab es noch nicht die Recherche im Internet, ich bin wirklich ganz normal ins Staatsarchiv beziehungsweise in die Stabi.
00:11:12: das ist immer noch mein Lieblingsrechercheort weil da kriegt man jede Dissertation die man sich vorstellen kann oder alles möglich an alten Hamburg Büchern.
00:11:20: und Ich habe natürlich selbst viele und ich hab ganz viel in entsprechenden Bücheren gegründet und ich habe mir immer einen Experten oder eine Expertin gesucht weil ich immer das war immer ein Steckenpferd Immer in jedem Buch, die Leiche musste halt sein für mich.
00:11:34: Aber das ist für mich wichtig war immer das Handwerk oder das Gewerbe der Lebensbereich, ob dass die Schule ist oder der Gerber, der mich sehr fasziniert hat und dafür gibt es immer Fachliteratur und Museen.
00:11:47: Für das letzte aktuelle Buch bin ich hinter Münster ins Glockenmuseum gefahren.
00:11:51: Kommt man sonst nicht hin?
00:11:53: Das war das Schöne an meiner Arbeit!
00:11:56: Stelle ich mir das dann so vor, dass inzwischen – bleiben wir beim letzten Band Petra Elker ruft an und sagt, ich würde gerne recherchieren.
00:12:04: Die wirklich sagen ja herzlich willkommen.
00:12:06: Sagen wir mal so, das ist in den ersten fünf Jahren so gewesen.
00:12:09: Da schiebt keiner außer mir in der Menge historische Romane die gut recherchiert sind.
00:12:14: Inzwischen brechen die Bücher-Tische zusammen und ich habe sie einmal erlebt.
00:12:20: Da wurde dann nur kühl am Telefon gesagt, für so etwas habe ich keine Zeit.
00:12:24: Wenn sie sich an die Literatur ... Ich sag das hab' ich schon!
00:12:27: Das reicht mir nicht.
00:12:28: Aber das ist die Ausnahme.
00:12:29: im Prinzip sind die Menschen, die ich anrufe.
00:12:33: Nicht so dass in Hamburg kennt man den Namen überwiegend aber ja... Die sind dann schon willig wenn man sich für ihr Thema interessiert und ich hatte das jetzt in einer Bachforschungsstelle in Leipzig als sie gebergt hat, dass ich weiß wovon ich rede ging die Tür und das Herz auf.
00:12:50: Aber wenn da jemand anruft und sagt, ich möchte gerne wissen das und dass und das tun viele aber man sollte schon Vorwissen mitbringen.
00:12:59: naja jetzt stelle ich mir vor wenn du sagst siebenundneinzig ist der erste Band erschienen dass wir natürlich dieses Szenaren weiter gespielt werden die Figuren bleiben erhalten die Kaufmannsfamilie bleibt erhalten und so weiter.
00:13:09: kann ich mir dadurch schon vorstellen dass auch die Fans die Rosina Fans und die Grimmi Fans etwas traurig waren als nach zehn Bänden erst mal Schluss war?
00:13:18: Ja, immer wenn ich ein anderes geschrieben habe.
00:13:20: Und wann kommt die nächste Rosina?
00:13:23: Ich glaube aber jetzt... Also es ist nicht so dass die Briefflut über mich hereinbricht.
00:13:28: Ich arbeite auch nicht im Netz, da bin ich sehr altmodisch.
00:13:32: Aber ich denke, es ist auch gut.
00:13:34: Es sind so viele andere interessante Autoren und Autorinnen.
00:13:38: die Leute wollen ja auch mal was anderes lesen Und ich glaube, es geht allen Autoren oder Autorin so Die eine Reihe haben Meine wandert immer weiter Das ist das nächste Jahr Dass es dann immer weniger Leute gibt weil die Bücherwelt ist so groß.
00:13:53: Naja, und sagen wir mal so wie Menschen sind ja schon auch ein bisschen aufgestellt es muss immer eine Spannung da sein
00:13:58: usw.,
00:13:58: also das was man schon kennt wird irgendwann etwas...naja langweilig würde ich nicht sagen aber es gibt spannende andere neuere Dinge und das treibt uns ja auch irgendwo alle an.
00:14:07: Also wenn wir alle in unserem Bereich bleiben würden dann würden wir auch nichts weiter bringen.
00:14:12: Und es wiederholt sich einfach!
00:14:14: Wir wollen ja auch immer die persönlichen Sachen in den Büchern haben.
00:14:18: Mich hat es gelangweilt.
00:14:19: zum Schloss.
00:14:20: Ja, ich kann mir aber vorstellen dass viele die da eine Bücher lesen da wie gesagt sehr sehr mit reingehen mit den Figuren und dem Beruf usw.
00:14:28: Und mich hat das wirklich fasziniert weil man halt auch genau gucken konnte gerade hier im Hafen im Fledbereich.
00:14:34: Viele spielt ja dann auch in dieser Vergangenheit mit den Fletten und was da so passiert und die dunklen Ecken usw.. Also finde ich jetzt so überlegt also ich muss wieder einsteigen glaube ich.
00:14:44: Die Gänge fehlt!
00:14:45: Die
00:14:45: Speicherstadt gab's ja noch nicht?
00:14:47: Aber natürlich gab es da, wo jetzt die Speicherstadt ist.
00:14:50: Die Wohn- und Arbeitsgebiete?
00:14:52: Ganz genau!
00:14:53: So dann gehen wir doch wirklich drauf über.
00:14:55: Es erscheint dann jetzt tatsächlich ein neues Buch.
00:15:00: Ich sage jetzt im September, also für alle, die zuhören im September XXV, weil das ja online bleibt.
00:15:05: Und da taucht Rosina tatsächlich wieder auf
00:15:09: Ja ich hatte mit Rosina abgeschlossen nicht mit ihr persönlich.
00:15:13: Sie begleitet mich wahrscheinlich mein Leben lang aber als Schreibfigur Und dann ging es jetzt darum, nochmal eine Weihnachtsgeschichte zu schreiben.
00:15:21: Ich habe vor Jahren eine geschrieben die sehr geliebt wird... Drei
00:15:24: Wünsche, ne?
00:15:25: Genau
00:15:26: drei Wünschen, die viel im alten Hamburger Dom spielte vor allem und der Verlach fand das so schön.
00:15:31: ach sollen wir nicht noch mal und dann hab ich leider gleich eine Idee gehabt und dann kam das erste Mal in aller Zeit ein beharlicher Wunsch ob man nicht Rosina vielleicht nochmal.
00:15:43: Und diesmal ist es eine Geschichte, die wieder natürlich in Hamburg spielt.
00:15:47: Rosina ist der Hauptprotagonistin.
00:15:50: Es geht aber eigentlich um das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach und um sein Sohn Karl-Philippe Manuel, der ja hier Musikdirektor war.
00:16:01: Und es geht um verlorene Noten vom Weihnachtsorientatorium.
00:16:04: Und Rosina is nicht mehr die junge Schauspielerin – sie hatte ja schon bürgerliche Zusammenhänge inzwischen und lebt hier in Hamburg als Bürgerin, langweilig ein bisschen wie das dann so ist.
00:16:17: und macht sich auf die Suche mit der Tochter von Karl-Philipp Immanuel Bach.
00:16:21: diese Noten, von der ersten Kantate.
00:16:24: Jauch zittfroh locket... Wie schön!
00:16:26: ...dies Weihnachtsoratholien wird in Hamburg so oft aufgeführt.
00:16:29: Ich kenne es auch gut
00:16:31: immer
00:16:31: wieder
00:16:32: gerne.
00:16:32: Das gehört für viele seit der Kindheit mit dazu ein Besuchen.
00:16:36: Und da habe ich dann eine Geschichte drum herum gestreckt, die mir dann auch Freude gemacht
00:16:40: hat.
00:16:41: Das ist toll, da freuen wir uns alle drauf.
00:16:43: Bis dahin arbeite ich mich durch ... Nein, ich fang dann von hinten an.
00:16:48: Vielleicht steige ich damit ein?
00:16:50: Ich
00:16:50: sage immer im Tod, am Zollhaus hab' ich noch geübt!
00:16:53: War ich sehr unbefangen empfindet...
00:16:56: Was ja auch spannend ist, ist die zeitliche Reihenfolge der ganzen Geschichten und dann freuen wir auf das Weihnachtskonzert heißt das neue Buch Und wir werden natürlich alle darauf hinweisen sich das zu holen.
00:17:10: Wie ist denn jetzt Stand der Dinge?
00:17:11: Jetzt sind wir hier in den Juli, sagen wir mal so.
00:17:14: Das Buch ist fertig?
00:17:15: Das Buch is fertig!
00:17:17: Das ist seit einigen Wochen immer in der Korrekturphase.
00:17:20: Rohwald ist da ganz zu meiner Freude sehr pingelig.
00:17:24: Also vier Korrektorphasen und es erscheint Ende September also mit dem Winterprogramm.
00:17:30: Es ist ein bisschen albern weil das natürlich ein Weihnachtsbuch ist Und es gibt eine Premierenlesung dies Ende Oktober.
00:17:37: Ach wunderbar!
00:17:38: In der Kunsthalle
00:17:39: In der Kunstteil.
00:17:40: Das habe ich gesehen?
00:17:41: Ja, doch natürlich!
00:17:42: Ich habe auch geguckt ob man da schon irgendwas reingekommen kann.
00:17:44: Ist sie schon
00:17:45: öffentlich sozusagen?
00:17:47: Auf deiner Homepage ist es herrlich glaube ich.
00:17:49: Da steht das schon drin, ansonsten Tickets gibt's noch nicht.
00:17:51: oder wie auch wenn man das
00:17:52: mal ist... Nein, das stimmt wieder im Werner Otto Saal wohl ja.
00:17:57: Jetzt bist du so intensiv mit Hamburg verbunden mit all den Büchern.
00:18:00: Auch was wir jetzt nicht erwähnt haben.
00:18:03: Ich glaub dass das Haus am Gänsemarkt war eine ganz tolle... Das zuletzt
00:18:06: die Franzosenzeit, da hab' ich dann doch jahrelang verweigert und mich dann doch noch da reingesetzt.
00:18:12: Und sehr stark auch, was mir am Herzen liegt die Biografie von Eva König, deswegen späterer Ehefrau ne Hamburger Kauffrau, die in Wien lange eben gelebt hat und dann in Wolfenbüttel, das war ein blödes Wort.
00:18:26: trotzdem, ein Herzensprojekt und nicht gut verkauft aber immer noch im Handel.
00:18:33: Für mich war es wichtig, dass es in der Welt ist.
00:18:35: Die ist sonst vergessen und die Lessing-Geschichte ist ein Militramen.
00:18:39: Man kann sie gar nicht ausdenken.
00:18:40: Wunderbar!
00:18:41: ein Herzensprojekt zu haben, wenn es wirklich eins ist.
00:18:44: Das darf man auch so sagen.
00:18:45: Schlimm ist es nur, wenn man plötzlich nur noch Herzungsprojekte hat.
00:18:48: Das würde ich mal sagen... das gibt's Menschen die haben plötzlich nur nochmal Herzungs-Projekte!
00:18:52: Das finde ich ein bisschen merkwürdig.
00:18:53: Also man darf schon unterscheiden würde ich sagen.
00:18:56: Genau genau wo ich hinaus wollte.
00:18:57: jetzt sind wir ja hier an Bord.
00:18:59: Gibt es irgendein besonderen Ort noch zum Abschluss?
00:19:01: Den Hamburger Hafen oder irgendwo wo du jetzt, wenn du vielleicht ein bisschen mehr Zeit hast oder das Buch ist fertig, wo du gerne bist?
00:19:09: Ich bin gerne am Hafen, ich bin auch gerne auf den Schiffen.
00:19:13: Ich sage jetzt etwas was den Tourismus-Menschen hier nicht gefällt.
00:19:16: mir ist es nur am Wochenende zu voll.
00:19:19: Aber ich war noch nie freiwillig am Wochenend hier weil ich kann mir das ja einteilen und ich liebe es einfach nie herumzuschippern.
00:19:27: Ich bin immer schon gerne an der Elbe entlang und schon auch durch den Hafen gewandert oder mit dem Rad gefahren, rüber auf die andere Seite.
00:19:38: Und da gibt es ja so eine Fahrradkarte, die ich habe.
00:19:41: Da bin ich mehrfach gefahren oder bis Filmsburg – das ist einfach so besonders!
00:19:47: Und obwohl ich ja seit einem halben Jahrhundert in Hamburg wohne, denke immer, ich wohn hier.
00:19:52: Es geht mir genauso nach thirty-fünf Jahren so und im Endeffekt ist es dann doch, kommen wir zurück zum Anfang, ein bisschen das Tod zur Welt also erfüllt einen mit dem was man ursprünglich hier wollte?
00:20:03: Ja natürlich!
00:20:05: Das ist ganz großartig, liebe Petra.
00:20:06: Ich freu mich sehr, dass wir sprechen konnten und ich wünsch dir alles Liebe, gute Gesundheit und viel Erfolg mit dem neuen Buch!
00:20:12: Und Schippern, herzlich gern weiß wo ich bin... Ich weiß wo die Schiffe sind?
00:20:17: Vielleicht
00:20:17: kriegen wir auch mal eine Lesung am Bord nochmal hin, hatten wir auch schon mal angesprochen.
00:20:20: Also von dem her alle Türen offen.
00:20:22: Vielen Dank es war ein schönes Gespräch für mich.
00:20:25: Vielen Dank.
00:20:26: Tschüss!
00:20:28: Dieser Podcast ist eine Produktion der Gute-Leude-Fabrik in Kooperation mit Bakassen Meyer der Szene Hamburg, Aholradio und dem Hamburg-Guide.
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