Podcast aus dem Hamburger Hafen mit Carolin Stüdemann

Shownotes

In der neuen Folge von „Hubis Hafenschnack“ spricht Hubi mit der geschäftsführenden Vorständin von Viva con Agua, Carolin Stüdemann, über die globale Wasserkrise, die Kraft gemeinschaftlichen Engagements und die Vision „Wasser für alle“.

Carolin Stüdemann erzählt, wie eine Schulveranstaltung den Grundstein für ihr Engagement legte, warum Wasser weit mehr ist als ein selbstverständliches Gut und wie aus einer kleinen Initiative im Umfeld des FC St. Pauli eine weltweit aktive Organisation entstanden ist. Gemeinsam sprechen sie über nachhaltige Wasserprojekte, ehrenamtliches Engagement, die Villa Viva als Ort der Begegnung und darüber, warum Kunst, Musik und Sport entscheidende Hebel für gesellschaftlichen Wandel sein können. Außerdem gibt Carolin Stüdemann Einblicke in ihr Buch „Die Zukunft unseres Wassers“ und erklärt, weshalb gemeinsames Handeln der wichtigste Schlüssel für eine gerechte Wasserzukunft ist.

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00:00:01: Das Herz von Hamburg, das ist der Hafen.

00:00:04: Mit all den Menschen die dort arbeiten leben und lieben.

00:00:07: Sie erzählen mir alle zwei Wochen Geschichten von der Waterkant.

00:00:11: Mein Name ist Hubert Neubacher aber alle nennen mich Hubi.

00:00:15: Ich bin der Chef vom Parkassen Meier Und das hier ist

00:00:18: Hubis

00:00:18: Hafenschnack Ahoy.

00:00:24: liebe Hafensknackfreunde ich bin es euer Hubi mit der neuen Folge meines Podcasts und meine Gästein heute ist Karolin Stüdelmann.

00:00:33: Die geschäftschörende Vorstände von Viva con Aqua

00:00:36: e.V.,

00:00:37: richtig?

00:00:38: Richtig!

00:00:38: Liebe

00:00:38: Caro, ich freue mich sehr dass du da bist und das wir heute sprechen.

00:00:41: Danke Hubi für die Einladung, ich freu mich richtig auf unseren Hafen Schnack.

00:00:44: Ja hier in der Villa Viva auch ganz toll kommen wir später noch dazu.

00:00:49: liebe Caro Natürliches Wasser.

00:00:52: unser Thema ist ja das was dich antreibt und ganz viel um dich rum Ganz vorne weg.

00:00:57: Wann hast Du denn zum ersten Mal gemerkt, Wasser ist für mich Ein Thema, also wie bist du dazu gekommen und dass du heute dafür so einstehst?

00:01:06: Es gab einen Moment in der Abi-Zeit.

00:01:09: Da ist tatsächlich der Gründer von Viva Con Aqua, Benny Adryon, der das damals initiiert hat... heute sogar genau zwanzig Jahren.

00:01:17: Der war bei uns an der Bissmark-Schule in Elmshorn und hat das gesamte Projekt vorgestellt, und hat uns damals im Jahr seven inspiriert, dass wir auch mitmachen können als Schülerinnen und Schülern.

00:01:28: Das hat mich total fasziniert damals und dann habe ich angefangen, mich mit Wasser zu beschäftigen.

00:01:33: Ich hab endlich schon immer mich um Natur gekümmert und war sehr engagiert in der Schülervertretung.

00:01:38: Dann hat das so noch einen zusätzlichen Funke gezündet.

00:01:41: Wahnsinn!

00:01:42: Und dann haben wir auch eine Aktion gemacht als Klasse.

00:01:45: und tatsächlich jetzt am dreißigsten sechsten bin ich auch nochmal wieder bei meiner alten Schule, und wir machen einen großen Spendenlauf für Viva Con Aqua.

00:01:52: Großartig!

00:01:52: Also wirklich?

00:01:55: Ganz andere Dinge erwartet.

00:01:56: aber das ist ja der beste Weg, wie man Leute bindet oder gut wenn man Benni kennt.

00:02:01: Oder Micha Fritz ganz schöne Grüße schon mal raus an die beiden Die Gründer von Vivocon Aqua.

00:02:06: also sie sind ja sehr mitreißend und entsprechend hat er es ja total gefruchtet.

00:02:10: ich wusste es nicht finde ich total super so Und du bist jetzt seit zwei tausend achzen in der Geschäftsführung hier genau.

00:02:18: Erzähl doch nochmal ein bisschen für alle die Vivocom Aqua vielleicht noch gar nicht kennen was ich mir nicht vorstellen kann Was ist, wie war Konakwa generell?

00:02:25: Wie hat es angefangen und worum geht's?

00:02:28: Wir sind eine große Gemeinschaft.

00:02:30: Zwar deutschlandweit sehr viele Menschen, die sich engagieren aber tatsächlich zwischenzeitlich auch international an verschiedenen Orten.

00:02:37: Und im Kern steht eine große Vision Wasser für alle.

00:02:40: wir wollen erreichen dass jeder Mensch Zugang zu sauberem Brinkwasser hat.

00:02:43: Aber für uns ist die Gemeinshaft dafür der Hebel weil wir glauben Es braucht sehr starke Gemeinschaften um das zu erreichen und angefangen hat mit vielen kleinen Spendenaktionen.

00:02:53: Menschen haben einfach eigene Aktionen organisiert, wie jetzt die Schule, die den Spendenlauf macht.

00:02:58: Flohmärkte – es haben sich Ehrenamtsgruppe gegründet über fünfzig Stück in Deutschland.

00:03:02: Die eigenen Aktion machen um auf das Thema Wasser aufmerksam zu machen aber auch Menschen zu emotionalisieren.

00:03:08: Und dann ist irgendwann die Idee des Pfandbechers entstanden.

00:03:12: Also vielleicht die Hamburgerinnen, die hier auch auf Hamburger Festivals mal unterwegs sind oder im Norden ... Auf dem Hurricane zum Beispiel, da könnt ihr euren Pfandbächer spenden und die Engagierten nutzen dann den Pfand-Bächer-Spenden um sie Viva Con Aqua für die Wasserprojekte zur Verfügung zu stellen.

00:03:28: VivaCon Aqua nutzt die Spenden aber auch direkte Spenden, Fördermittlitschaften, jegliche Unternehmensspenden nutzen wir, um Wasserprojektes weltweit umzusetzen z. B., Beispiel Brunnenbau in Kenia, Simbapfe aber auch in Südafrika sind wir sehr aktiv.

00:03:43: Und die betreut ihr direkt.

00:03:45: D.h.,

00:03:45: ihr seid auch da, ich weiß von Michael Fritz, dass er häufig dort war, Benni auch.

00:03:49: Also ihr seid wirklich vor Ort und baut Brunnen und erlebt das mit den Menschen vor Ort.

00:03:55: Auch die Wassernot oder worum es wirklich geht?

00:03:57: Ja, und da ist für uns wichtig, dass die Menschen vorort in der Verantwortung sind, die Wasserprojekte umzusetzen.

00:04:04: Wir sind in Uganda, gibt es ein Viva Con Aqua Uganda einen eigenen Verein, der sich dort engagiert die Wasserprojekte dort umsetzen und wir arbeiten mit starken Partnern zusammen, zum Beispiel mit der Welthungerhilfe schon von Anfang an weil wir auch wissen das es natürlich zusätzliche Expertise braucht.

00:04:21: Von Partnern die schon einfach sehr etabliert sind.

00:04:24: und gleichzeitig aber ist nur ein Wasserprojekt nachhaltig Wenn wirklich vor Ort die Menschen wissen, wie kann eine Reparatur erfolgen wenn es vor Ort Mittel gibt.

00:04:32: Weil stell dir vor, wenn wir einfach nur einen Brunnen bauen den hier vielleicht auf einer Skizze entwerfen dann bedient der nicht die Bedarfe vor Ort.

00:04:39: Dann weiß niemand wo die Rohre lang laufen und wie sie repariert werden kann.

00:04:42: das heißt Wir beziehen vor allem Ingenieure vor Ort sehr stark mit ein Und wollen auch dass es eine Unabhängigkeit von uns gibt ab einem bestimmten Zeitpunkt.

00:04:51: Das heißt Wie groß kann man das einschätzen?

00:04:53: Wie groß für Community sind?

00:04:55: oder wie viele sind jetzt wie du Hauptamtlich tätig, um das Ganze zu lenken.

00:05:00: Und wie sieht die Führung generell aus?

00:05:03: Wie macht so das?

00:05:04: Wir haben im gemeinnützigen Verein plus minus dreißig Mitarbeitende und der große, das große Engagement entsteht aber tatsächlich auch ehrenamtlich.

00:05:13: in den verschiedenen Städten ist natürlich schwer zu sagen, wie viele Menschen engagieren sich jetzt genau.

00:05:17: Das waren so könnten von zwei tausend bis zehntausend Aber

00:05:23: ganz viele,

00:05:25: niedrigschwellig und teilweise auch sehr involviert.

00:05:29: Und das ist natürlich so.

00:05:30: die Frage, wie können wir eigentlich ein dezentrales Netzwerk lenken?

00:05:33: Was nicht nur in Deutschland ist.

00:05:34: Sondern auch in Österreich gibt es Engagierte in der Schweiz da gibt's auch eingetragene Vereine.

00:05:39: In Uganda gibts wie gesagt auch eine Organisation genauso wie in Südafrika und da braucht es einfach wirklich auch lokale Verantwortung.

00:05:46: immer und Menschen, die sich so stark also eigentlich ne starke Kultur menschen sie sich sehr stark mit der Vision verbinden und die Werte von Viva Con Aqua kennen starre Hierarchie, dass hier alles aus Hamburg gelenkt wird sondern auch sehr dezentrale Verantwortung.

00:06:04: Was ist Deiner Meinung nach so der größte Erdturm wenn man an die globale Wasserkrise denkt?

00:06:10: Also wir haben natürlich Klimawandel alle im Hinterkopf und so weiter.

00:06:13: was denkst Du?

00:06:14: was die Menschen wo wo man wirklich falsch denkt also was Wasserkrise angeht und wo es am meisten fehlt?

00:06:22: Oh, viele Punkte.

00:06:24: Also ganz vorne weg.

00:06:26: ich höre regelmäßig so verschiedene News-Podcasts zum Beispiel von Financial Times oder so einfach zuhören wie wird gerade die globale Weltlage bewertet und eingeschätzt?

00:06:35: Und da wird unfassbar viel über Öl gesprochen als große Krise.

00:06:39: aber wenn wir uns anschauen dass vierzig Prozent unserer globalen Lebensmittel über künstliche Bewässerung angebaut werden.

00:06:46: Sonst funktioniert unsere gesamte globale Ernährung nicht, dann sehen wir schon diese Schieflage und dass dort eigentlich die Hauptherausforderungen ist.

00:06:53: Wir haben auch häufig das Gefühl Wasser ist national kontrollierbar Aber das stimmt natürlich nicht.

00:06:58: Wasser ist grenzüberschreitend und selbst in Deutschland sehen wir, dass wir in den letzten zehn Jahren einen massiven Grundwasserverlust hatten.

00:07:06: Also um das mal greifbar zu machen tatsächlich die Menge des Müritz Sees haben wir in Deutschland verloren.

00:07:11: Das ist ein riesiger See im Einklang.

00:07:13: Ja ich glaube mittlerweile kann man es auch ein bisschen verfolgen.

00:07:16: also wenn man sich intensiv drum kümmert dann kriegt man es dadurch mehr mit.

00:07:19: aber es ist ja doch auch schon soweit dass selbst in Europa, in Deutschland eben gerade Grundwasserspegel mitgeteilt wird und man manchmal überrascht ist, dass es tatsächlich uns mittlerweile ja auch eigentlich schon betrifft.

00:07:31: Genau!

00:07:31: Und ich glaube das ist der Irrglaube.

00:07:33: wir verbrauchen auf der einen Seite sechs mal so viel Wasser wie noch vor fünfzig Jahren als gesamte globale Gemeinschaft.

00:07:40: also es ist einfach wirklich ein sehr starkes Wachstum auch pro Kopf aber natürlich durch wasserstarke Industrien.

00:07:45: ganz vorneweg künstliche Intelligenz die sehr wasseraufwendig ist.

00:07:48: der Energiebedarf da haben wir einfach durch das Kühlwasser dass danach nicht mehr verwendbar ist.

00:07:53: Ein sehr hohen Wasseraufwand, die Landwirtschaft braucht viel mehr Wasser als früher und der Wasserbedarf deckt sich nicht mit der Art und Weise wie wir mit dem Wasser umgehen.

00:08:03: also wir sind gerade nicht im Kreislauf.

00:08:06: Wir denken grad nicht im Kaiser von Sorgen dafür das Regen was auch wieder absickern kann sondern wir haben selbst in Hamburg viele versiegelte Flächen.

00:08:12: d.h.

00:08:12: das Wasser wenn es regnet geht nicht ins Grundwasser zurück sondern fließt ab über die Kanäle und dann ab ins Meer.

00:08:18: Ja, es ist so eine Selbstverständlichkeit.

00:08:20: Wir sind natürlich hier in Europa aufgewachsen und das ist immer da der Wasserhahn wird aufgemacht usw.. Das ist schon tricky finde ich schon auch.

00:08:29: also Ich habe mich im Vorweg ein bisschen mit beschäftigt.

00:08:31: bin ja wie wir Konakwa von Anfang an Immer mal wieder treu hab ich vorhin im Vorgespräch schon erwähnt.

00:08:37: So und deshalb vervolle ich das natürlich auch ihr seid auch stark verbunden mit St.

00:08:43: Pauli FC Sankt Pauli.

00:08:44: Daher kenne ich halt Michael Fritz auch.

00:08:46: Ich muss erwähnen, dass Micha einer der Ersten war mit dem ich eine Kunstbarkasse habe machen dürfen über Viva Con Acqua &

00:08:52: Co.,

00:08:53: wo ich sehr glücklich drüber bin und wo wir hier den Atom haben – wo ich immer noch sehr dankbar bin, dass wir das machen durften!

00:08:59: Aber wie wichtig ist der Bezug hierzu?

00:09:04: Das hat ja mit Musik zu tun, mit Fußball, mit Sport und Gemeinschaft wieder.

00:09:08: Wie wichtig ist es, dass ihr so verankert seid zum Anfang an?

00:09:13: Es ist extrem wichtig, weil eigentlich Musik und Kunst sind zwei Sprachen die jeder versteht.

00:09:17: Und die total emotionalisieren!

00:09:19: Also jetzt hab ich so ein paar Fakten aufgezählt.

00:09:21: Die haben die Menschen jetzt schon wieder vergessen.

00:09:23: Aber das was sie berührt ist wenn Sie zum Beispiel auf deiner Varkasse sind oder da auch rauf kommen und sehen wow Das hat irgendwie eine besondere Attraktivität.

00:09:31: Da gucke ich nochmal genauer hin Da fühle ich mich irgendwie mit verbunden.

00:09:34: Und auch ne Musik Wenn Menschen gemeinsam singen Oder auf einem gemeinsamen Konzert sind.

00:09:39: Das setzt Energien frei.

00:09:40: Sankt Pauli hast du angesprochen.

00:09:42: Ohne sagen Pauli wäre Vivakon Aqua gar nicht denkbar.

00:09:44: Es ist im Fan-Umfeld entstanden und auch bis heute ist das Stadion so aktiv, die Fans spenden regelmäßig es ist da überall über die Kunst an den Wänden verankert und dadurch bleibt Vivakón Aqua im Kopf und im Herzen oder vor allem im Herz und es gibt immer wieder verbindene Elemente und das ist für mich ich glaube... Eine Gemeinschaft ist am Ende der Schlüssel dafür, dass wir auch unsere Vision überhaupt erreichen können.

00:10:10: Ist ja durchaus eine Multiplikation und wenn die Menschen jetzt zwanzig Jahre lang schon also die nächste Generation oder zwei sind ja schon mit am Start das so in ihrer DNA haben dann hat man natürlich echt viel erreicht um das Thema zu transportieren.

00:10:24: so nun hat sich in den letzten zehn Jahren daraus einiges mehr noch entwickelt.

00:10:29: kannst du mir ein bisschen erzählen?

00:10:30: weil ganz viele ich sage es jetzt auch einmal frech Ihr seid ja die mit dem Mineralwasser, das wird euch häufig gesagt.

00:10:36: Stimmt ja so nicht!

00:10:37: Aber natürlich kennen wir das Wasser von Viva Con Aqua.

00:10:40: was gibt es denn drum herum?

00:10:42: Was euch neben Spenden unter einem Wasserverkauf auch noch finanziert also welche Projekte die mit euch zusammenhängen?

00:10:49: in Kurzform natürlich

00:10:51: Daran sieht man, dass wir es wirklich ernst malen.

00:10:54: Wir wollen unsere Vision erreichen und das einmal durch diese Gemeinschaftsarbeit und die ehrenamtliche Arbeit und die Spenden.

00:11:00: ein großes Standbein aber nur ein Standbeinn ist sehr instabil.

00:11:04: Das heißt für uns war auch klar wie geht es?

00:11:07: Dass wir unternehmerische Wege finden können um im unternehmerischen Bereich Mittel zu generieren Und Menschen da draußen eine sehr einfache Möglichkeit zu geben, wie Wokon Aqua zu unterstützen.

00:11:16: Du hast den Wasserkauf angesprochen.

00:11:19: Na klar, ein Leitungswasser ist ökologisch am nachhaltigsten.

00:11:22: Aber wenn wir über das soziale nachdenken dann es ist toll einen Wasser zu unterstützen wo die Gewinner in gemeinnütziger Arbeit fließen.

00:11:29: Kenne ich wenig Produkte, bei denen das so ist.

00:11:32: Das heißt, dass Mineralwasser es entstanden und unser Team vertritt da draußen natürlich auch die gesamte gemeinnützige Arbeit und erzählt eben was Viva Con Aqua is, was es ausmacht.

00:11:41: Dann ist aber auch die Idee entstanden wie wäre es wenn es Orte geben würde wo Menschen analog zusammenkommen?

00:11:46: Es gab schon immer Netzwerktreffen die wir organisiert haben Wo viele zusammen kamen.

00:11:50: Aber so einen wirklich physischen Ort zu haben war immer so ein großer Traum und ist dann über viele glückliche Zufälle, da können wir jetzt glaube ich nicht reingehen.

00:12:00: Das Allerwichtigste ist es hier die Villa Viva in Hamburg.

00:12:03: entstanden ist ein soziales Gasthaus Und wenn ihr euch nur eine Sache merkt Hier sind natürlich keine Spenden reingeflossen.

00:12:10: Die Umsetzung des Projektes war möglich über Freunde Freundinnen von Viva-Konferenz Die sehr viel unterstützt haben und soziale Investoren waren Die verzichten auf einen großen Teil.

00:12:21: Sechzig Prozent der Rendite Verzichten sie Und diese Rendite bekommt Viva Con Aqua.

00:12:26: Sie haben aber trotzdem die gesamte Finanzierung gestemmt, also das ist natürlich wirklich sehr besonders und das ist so in Hamburg der Fall.

00:12:33: So haben wir auch einen Viva con Aqua eine Villa Viva in Südafrika in Kapstadt.

00:12:38: Das war die erste Villa Viver die geöffnet hat mit dem gleichen Konzept und jetzt gerade war das Richtfest von der Villa Vivo in Berlin ein bisschen anderes Konzept aber auch dort klar Es gehen keine Spenden rein, sondern das Haus wird getragen von der gemeinsamen Vision.

00:12:52: Dass Menschen zusammen Großes erreichen können.

00:12:57: Und damit schafft ihr natürlich auch Orte wo sich eure Community trifft und darüber hinaus immer wieder neue dazukommen?

00:13:03: Das kenne ich hier aus dem Haus, auch Villa Viva oben in der Bar und so weiter.

00:13:06: Das heißt das ist ja durch echt eine sehr findige Idee muss man ganz ehrlich sagen.

00:13:10: und Glückwunsch an alle die da, ich glaube Benni ist auch ein Treiber davon gewesen, dass so zu umzusetzen mit allem Ach und Weh was es von Anfang an gab zwischendurch immer mal.

00:13:20: Es ist dann Gastroes, Tourismus Da muss man natürlich auch das eine oder andere auf den Weg mitnehmen.

00:13:24: Ich glaube du könnt ihr auch durchaus Bücher drüber schreiben Und genau Buch!

00:13:32: Liebe Caro Beste Stichwort würde ich sagen.

00:13:34: Beste Überleitung!

00:13:36: Du hast jetzt auch ein Buch geschrieben, also auf Tanzing-Fünfundzwanzig die Zukunft unseres Wassers.

00:13:41: Warum gerade jetzt?

00:13:42: und erklär mir mal was du da alles reingebracht hast?

00:13:48: Der Auslöser war die globale Weltwasserkonferenz, die stattgefunden hat.

00:13:52: Wo wir jetzt wie Woche in Acqua auch sehr engagiert waren und dann aber den Aha-Moment hatten dass wir uns wirklich gefragt haben, wie lange hat diese Konferenz nicht stattgefundet?

00:14:00: Siebenundvierzig Jahre!

00:14:02: Jetzt gerade ist auf globaler Ebene und UN-Ebene wieder mehr Zug auf dem Thema.

00:14:07: Es gibt eine globale Wasserstrategie und auch mehr Engagement der verschiedenen Länder.

00:14:12: Aber für uns war das einfach so ein Aha-Erlebnis zu merken.

00:14:15: Für uns ist Wasser so präsent, aber ganz viele Menschen haben Wasser gar nicht so richtig auf dem Zettel und sehen auch gar nicht die Notwendigkeit.

00:14:22: Weil es so des Luxus gut ist was sie gar nicht als Luxus betrachten Und ich habe mich viel damit beschäftigt, über die ganzen Jahre in der Geschäftsführung hab' ich mich eigentlich immer gefragt.

00:14:31: Wir als Viva Con Aqua – wo haben wir den größten Hebel?

00:14:34: Weil wenn wir das ernst meinen, in welchen Projekten müssen wir eigentlich aktiv sein?

00:14:38: Wie müssten Projekte ausgerichtet sein, wenn man jetzt den Zugang zu Wasser ermöglichen und dass der Zugang auch bestehen bleibt, dass es klimaresilient ist, dass auch die Menschen wirklich den Wasserzugang behalten, dass das Wasser sauber bleibt weil gerade Wasserverschmutzung ist eine große Herausforderung.

00:14:53: Und ich wollte über das Buch diese großen Hebel finden, um zu verstehen wo können wir eigentlich noch größere Wirkung erzielen in unserem Tun.

00:15:01: Das heißt aus dir heraus sowieso, aus deiner Recherche weil du wissen wolltest warum weshalb überhaupt?

00:15:09: Das treibt dich ja auch an so und das zusammengefasst dann wirklich für Leser-Leserin damit sie die Reichweite nochmal größer wird und man dann nachschlagen kann, welche Themen es wirklich noch beinhaltet.

00:15:20: Und aus dem Engagement kamen auch immer sehr viele Fragen.

00:15:23: Wir haben so viele Engagierte, die sich für Viva Con Aqua schon lange einbringen und sie sagen ja ist es so toll dass wir über die Kunstaktion und über Musik so viele Menschen erreichen und begeistern.

00:15:33: Aber die Menschen, die sich wirklich tiefer beschäftigen wollen, denen wollen wir auch Informationen an die Hand geben.

00:15:38: Denen wollen wir Tipps geben.

00:15:39: wie können sie in ihrem Alltag Wasser sparen?

00:15:41: oder was ist zum Beispiel im eigenen Konsum?

00:15:44: Oder bei Kaufentscheidungen eigentlich die Wassersparsame Alternative?

00:15:47: genauso auch wenn Unternehmen sich engagieren wollen, die z.B.

00:15:50: ihre Kühlwasserverwendung verändern wollen.

00:15:53: Also quasi

00:15:55: eine

00:15:55: Art Anleitung wie man mit Wasser umzugehen hat.

00:15:59: Jetzt würde ich mal blauäugig sein, eigentlich sollten wir es alle ein bisschen wissen.

00:16:02: Ich sage jetzt mal ganz ehrlich unabhängig von eurem Wasser was man kaufen kann und lecker ist... ...ich bin ja einfach auch zu faul um Wasser zu schleppen, also ich trinke zu Hause nur Trinkwasser!

00:16:12: Beste Wahl!

00:16:13: Aber

00:16:13: weil ich wirklich die in meinem Hinterkopf habe, gucke ich komme aus Österreich da ist das Wasser direkt aus der Quelle ungefähr so bei meinen Eltern und ich bin total dass dieses Mineralwasser kaufen was euch unterstützt.

00:16:25: dafür finde ich's natürlich gut Dass das so überhand genommen hat, dass die Menschen so viel Wasserflaschen nach Hause schleppen.

00:16:30: Was ja für der Plastik ist und so weiter... Und bei mir ist es ganz einfach, ich will das gar nicht tun!

00:16:34: Also ich würde den Ansatz auch mal mit einbringen an alle, die zuhören Ich trink nur und wir haben sehr gutes Trinkwasser.

00:16:40: So also was soll ich damit falsch machen?

00:16:43: einen süßen Würfel rein oder irgendwie sonst was, dann schmeckt es mir auch ein bisschen besser.

00:16:47: Naja

00:16:47: und die Absurdität ist das ist angesprochen Wasser in Plastikflaschen, dass diese Plastikkflasche landen auf riesigen Müllbergen Und in Mikroplastik wieder im Wasser.

00:16:56: Wir haben eine große Herausforderung Dass sich einfach das Wasser über die Jahre Wenn wir mal in Zukunft eine Projektion machen Einfach immer mehr verschmutzt Durch unter anderem den Plastiktflaschenkonsum Aber natürlich auch Chemikalien, die im Wasser landen

00:17:10: Auch zu einem Preis.

00:17:11: wenn ich mal überlege bei Discounter So ein sechser Pack Wasser, ich weiß es jetzt gar nicht.

00:17:16: Aber da kostet die Flasche ja wirklich kaum Geld.

00:17:18: wo ich denke und das ist eigentlich unser größtes Luxusgut was wir haben, was wir damit verscherbeln will ich nicht sagen.

00:17:24: Und die Marge deswegen ist auch ein spannendes Business, die Marges sehr groß und wenn das private Gewinninteressen bedient dann machen damit Konzerne sehr viel Geld.

00:17:33: von daher leitungsfassers die beste Alternative.

00:17:35: und wenn es flaschenwasser sein soll dann etwas was gemeinnützige Zwecke unterstützt

00:17:40: unterschreibe ich total.

00:17:43: Genau und um vielleicht dann auch den du hast gesagt, das ist eine Anleitung des Buchs es aber auch eine Liebeserklärung.

00:17:50: also ich glaube im Kern Wir Menschen müssen uns auch wieder viel mehr mit dem Wasser verbinden und verstehen, wir sind Wasser.

00:17:55: Wir alle bestehen aus Wasser.

00:17:57: Uns gibt es nur weil Wasser existiert.

00:17:59: Und die großen Hebel von denen ich gesprochen habe Die sind oh Wunder keine großen technischen Innovationen Sondern die großen hebe sind dort wo Gemeinschaften sich zusammenschließen und zum Beispiel Renaturierung machen oder sich dafür einsetzen dass Wasser gemeingut bleibt und aus der Privatisierung Wieder zurückgeführt wird ins ganz wichtig

00:18:17: genau ganz wichtiges thema.

00:18:20: also ja finde ich so Es geht ja nicht nur um Trinkwasser, sondern es ist auch die Sanitärversorgung Hygiene und sonstiges.

00:18:28: Alles was dran hängt.

00:18:29: Also Trinkwasser oder Wasser, das wir zu uns nehmen, ist das, was man am ersten sieht.

00:18:35: aber Wasser ist um uns rum.

00:18:38: Ich würde mir manchmal auch wünschen, dass Toiletten und sonstiges mit anderem Wasser gespült werden könnten als mit Frischwasser.

00:18:44: Weil das finde ich eine Verschwendung.

00:18:45: Jetzt stelle ich mich so da wie der Ur-Öko bin ich leider gar nicht.

00:18:49: Aber natürlich mache ich mir auch meine Gedanken drüber so.

00:18:52: Karo ... Mit all diesen Dingen was macht ihr denn beim Blick auf die Zukunft des Wassers weiterhin große Sorgen?

00:19:00: Und vor allem was macht dir den Hoffnung?

00:19:03: Auf die Sorgenpunkte sind wir ja schon so ein bisschen eingegangen.

00:19:06: Deswegen würde ich mal direkt den Shortcut zur Hoffnung machen, was ich eben kurz angesprochen habe mit der Privatisierung.

00:19:13: Lange hat mir große Sorgen gemacht dass Wasser einfach zu Profitinteressen missbraucht wird und in sehr vielen Städten privatisiert wurde.

00:19:21: Und da sehe jetzt einen Gegentrend In drei hundertfünfzig Städtens haben es die Gemeinden geschafft durch großes Engagement und Einsatz, dass das Wasser aus der Privatisierung wieder zurück als gemeingut zurück erreicht wurde.

00:19:34: Unter anderem haben wir in Berlin ja auch diese Erfahrungen gemacht schon länger her.

00:19:38: aber das braucht auch kontinuierliches Engagement so ähnlich wie die Demokratie ist nicht einfach gesetzt und für immer da sondern es braucht eine aktive Zivilgesellschaft den Wert kennt und die sich dafür stets einsetzt.

00:19:51: Und die auch aufmerksam ist, wenn an Gesetzen geschraubt werden soll, die irgendwie in eine falsche Richtung gehen da sich immer wieder einzusetzen das Wasser als Lebensgrundlage immer für alle zugänglich bleibt.

00:20:02: Wenn ich nochmal international schaue dann haben einfach noch wirklich knapp sechshundert Millionen Menschen gar keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

00:20:12: Diesen internationalen Blick verliern wir auch häufig Und da macht mir Mut, wenn es so große Kampagnen gibt wie z.B.

00:20:18: Water is the Human Right wo wir auch noch ein Foto mit dir

00:20:21: brauchen.

00:20:23: Wenn sich auch internationale Prominente wie Billie Eilish oder natürlich hier Bela Bay unterschiedliche Persönlichkeiten einfach so sichtbar positionieren und ihre Fans auch dadurch wieder aktivieren.

00:20:37: Und das in die Aktualität ziehen, das macht mir total für Hoffnung weil ich da merke ja wenn wir es schaffen dass Wasser das Trendthema ist womit sich Menschen gerne beschäftigen weil es attraktiv ist und simpel und sexy dann entsteht auf einmal so ein Momentum und ganz viel Energie und die Energie können wir nutzen um Menschen den Zugang zu Wasser zu ermöglichen.

00:20:58: Ich finde du bringst das ganz großartig rüber und du stehst zurecht an der Spitze.

00:21:03: auf Augenhöhe mit den anderen Kolleginnen und Kollegen.

00:21:06: Aber du, glaub ich bist die richtige Person um Vivakon Aquasurf zu vertreten finde ich super!

00:21:12: Es gibt Parallels möchte ich am Ende noch mal sagen wombo durch Ich auch nochmal dazugekommen bin.

00:21:16: Vivakón AquaArts inzwischen auch wo es um Kunst geht usw.

00:21:20: Millentor Gallery ist ein anderes Thema aber ist auch viel entstanden die letzten Jahre und ich glaube ihr habt da alle zusammen eine tolle Community gebildet und ganz viel bewegt.

00:21:30: und in heutigen Zeiten wo ja ganz viele andere Themen über liegen.

00:21:34: Hut ab, dass ihr dran bleibt und da weiter dieses Thema so vertretet weil es trifft am Ende uns alle das wir mit Wasser sorgsam und gut umgehen.

00:21:42: und ich glaube wichtiger kann ein Thema nicht sein

00:21:46: Und du sprichst da genau das Richtige an, es geht da um viele Menschen die Lust haben Verantwortung zu übernehmen.

00:21:52: Die Lehrerinnen und Lehrer, die wirklich jedes Jahr wieder in ihrer Schule große Aktionen dafür machen.

00:21:57: Menschen auch bei uns im Team, die alle in unterschiedlichsten Bereichen sehr innovativ sind, dran sind seit zwanzig Jahren sich einbringen.

00:22:05: Da glaube ich ist nicht der Erfolg von wenigen Personen sondern eigentlich von dieser riesengemeinschaft, die allen eine gemeinsame Vision glaubt.

00:22:13: Ich finde es großartig, ich hoffe alle die ihr zugehört haben auch und drückt weiter den Daumen.

00:22:17: Toi, toi, toi Livekaro!

00:22:18: Mach weiter so und grüße an alle in der Community.

00:22:21: Und ja, what does human write?

00:22:28: Danke, tschau!

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