Podcast aus dem Hamburger Hafen mit David Pohle

Shownotes

In der neuen Folge von „Hubis Hafenschnack“ trifft Hubi auf David Pohle, Verleger des DER HAMBURGER Magazins und Betreiber der „Kleinen Rast“ an der Elbe. Gemeinsam sprechen sie über hochwertigen Journalismus, echte Hamburg-Liebe und Unternehmertum mit Haltung. Es geht um besondere Begegnungen, die Kraft guter Geschichten und darüber, wie aus einem traditionsreichen Magazin und einem Strandimbiss besondere Orte für Menschen, Begegnungen und Geschichten entstehen. Außerdem verrät David Pohle, warum ihn der Blick auf die Elbe bis heute jedes Mal begeistert und weshalb eine gute Currywurst manchmal genauso viel Qualität braucht wie ein gutes Magazin.

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00:00:01: Das Herz von Hamburg, das ist der Hafen.

00:00:04: Mit all den Menschen die dort arbeiten leben und lieben.

00:00:07: Sie erzählen mir alle zwei Wochen Geschichten von der Waterkant.

00:00:11: Mein Name ist Hubert Neubacher aber alle nennen mich Hubi.

00:00:15: Ich bin der Chef von Parkassen Meier Und das hier ist

00:00:18: Hubis

00:00:18: Hafenschnack.

00:00:24: Ja moin liebe Hafensknackfreunde Hube wieder am Start und heute habe ich wirklich einen tollen Gast auf den ich mich sehr freue über den ich mir sehr freue.

00:00:32: David Pole spricht heute mit mir.

00:00:34: Moin David

00:00:35: Moin Hubert

00:00:37: David, wir kennen uns ja schon etwas länger.

00:00:39: Ist ja durchaus so dass wir uns schon ein paar mal begegnet sind.

00:00:43: Ich habe hier auf meiner Liste erzählt ich sollte ich als Multi-Unternehmer vorstellen.

00:00:48: Was hältst du davon?

00:00:49: Ist das so?

00:00:52: Also so bin ich noch nie vorgestellt worden Aber Multi ist ja alles was mehr als eins ist.

00:00:58: und da ich zwei Firmen hab Ja nehm' mich an

00:01:02: Ja, es soll darauf hinauslaufen dass du dich wirklich sehr aktiv bist und viel machst so.

00:01:07: Wir kennen uns tatsächlich über ein paar Jahre von deinem Hauptprodukt.

00:01:11: im Moment oder sag ich mal so... Du bist Verleger der Hamburger?

00:01:16: Der Hamburger, den Verlag gibt's seit zwanzig Jahren.

00:01:19: inzwischen.

00:01:20: für zehn Jahren ist er mir quasi in den Schoß gefallen und als Beigabe warst du ja schon dabei im Freundeskreis vom Hamburger.

00:01:29: Und dieser Freundes Kreis war damals ziemlich klein, zu zwanzig Leute und zehn stiegen dann sofort aus weil der alte Verleger und diese Leute da drin waren.

00:01:38: die hatten wirklich nur eine rein persönliche Beziehung.

00:01:41: aus Nettigkeit waren die dabei Und du hast gesagt, nee, ich bleib dabei.

00:01:46: Ich bin gekommen um zu bleiben und

00:01:48: das heute

00:01:48: noch da.

00:01:49: Nein, ich habe auch

00:01:49: einen gewissen Mehrwert mitgebracht, möchte ich mal sagen.

00:01:51: Würde ich sagen!

00:01:55: Bevor wir auf die Zeitschrift des Magazinnummeres genau eingehen... Du bist Urhamburger?

00:02:00: Richtig?!

00:02:01: Ja also in

00:02:02: Hamburg geboren.

00:02:03: Das kann ja auch nicht jeder so sagen.

00:02:05: Das ist für mich immer schwierig wenn ich als Zugereister jemand um mich hab der behaupten kann es hier geboren Kommst du mit unserem Klar in der Stadt?

00:02:15: Mit zugereistem Österreichern.

00:02:17: Sehr gut!

00:02:20: Vor dem Magazin, ein bisschen ärztbarer Sache... Was hast du denn bis dahin gemacht und wie kam es dass du den Hamburg übernommen hast?

00:02:29: Also Besteldurchgang Abitur Bundeswehr Banklehre Jura Studium.

00:02:36: Da konnte ich also abhaken, beim Bund wollte ich nicht bleiben.

00:02:39: In der Bank auch nicht und Volljurist wollte ich auch nicht werden.

00:02:42: Dann habe ich Sportmarketing gemacht, Sportorganisation zum Beispiel so etwas wie HIV, Psyclasics, Detriathlon.

00:02:48: da war ich beteiligt.

00:02:50: Also am Anfang als Aufbauhelfer.

00:02:52: Und dann wurde es zu einem kleinen ... Wie gesagt man?

00:02:56: Kleiner Aufstieg.

00:02:58: Dann machte ich irgendwann die Mountainbike Veranstaltung dieser Firma am Gardersee und in Willing im Sauerland Und das härteste Mountainbike-Rennen der Welt, die Transalp.

00:03:06: Wo man in sieben Tagen in fünfhundert Zweierteams über die Alpen fährt.

00:03:12: und danach war die FußballWM gerade stattgefunden Sommermärchen Deutschland und ein alter Sportsfreund kam und sagte dass wir alles so spektakulär er wolle jetzt eine Medienmarke aufbauen.

00:03:24: die soll Sehnsucht Deutschland heißen.

00:03:26: Dann dachte ich das wird sich super an und ja bin da recht blauäugig, aber hoch motiviert eingestiegen.

00:03:34: Und das haben wir so acht, neun Jahre gemacht und es war auch tatsächlich zumindest am Ende recht erfolgreich.

00:03:42: Er hatte auch eine ganz gute Reputation, bildete aber ganz Deutschland ab.

00:03:47: Es erschien eine Geschichte über uns im Hamburger und daraufhin rief der Verleger vom Hamburger mich an und sagte ja moin hier ist Peter Felske Wir kannten uns gar nicht.

00:03:59: Willst du den Hamburger übernehmen?

00:04:02: Oh, da hab ich gesagt um den Anschein von Professionalität zu waren.

00:04:05: Da muss ich mal in der Nacht drüber schlafen aber war mir völlig klar mach' ich.

00:04:09: Ich kannte auch gar keine Zahlen oder Umstände oder was da so dazugehört.

00:04:14: Aber ich wusste sofort und dachte sofort Der Hamburger das passt ja exzellent zu mir Das krieg schon ne Gang

00:04:22: Ja und ihr nennt euch ja auch das größte Magazin der Stadt.

00:04:26: Warum?

00:04:28: Naja, im Format ist

00:04:29: sowieso das größte.

00:04:32: Also dadurch dass ich ja auch Jurist bin kann man Sachen ja auch immer so auslegen wie man es gerade so braucht.

00:04:38: So ein größtes Magazin der Stadt passt also in jedem Fall auf das Format und wenn ich jetzt mal so richtig überlege gibt es ja fast gar keine Magazine mehr die irgendwas mit Hamburg zu tun haben.

00:04:56: Genau, zumindest nicht in dem Format und wie ihr den Hamburger betreibt.

00:05:01: Das ist ja ein sehr hochwertiges Magazin!

00:05:05: Ich finde es ist haptisch super in der Hand.

00:05:08: Also ich kriege es ja nun als Freundeskreismitglied.

00:05:12: Exemplare alle Vierteljahre ins Büro und das weißt du ja auch, dass ich meine Exemplaren durchaus auch auslege oder verteile.

00:05:20: Man kann ja damit machen was man da möchte im Rahmen des Freundeskreises und ich kann einfach nur sagen es kommt immer sehr gut an.

00:05:27: also das Magazin legen die Leute sich gerne hinblättern ist gerne durchlesen natürlich auch.

00:05:32: Wie ist denn euer journalistischer Anspruch?

00:05:35: wie kriegt man so ein Magazin zustande?

00:05:37: Also ich weiß jetzt ich kenne dich Ich kenne Nathalie Kowalker, die hier nebenan sitzt.

00:05:43: Die ganz viel auch macht glaube ich so im Haus.

00:05:47: Wer arbeitet zu?

00:05:48: Wie viele seid ihr um so ein Magazin fertigzukriegen?

00:05:50: Die letzte Ausgabe ist ja gerade erst raus!

00:05:53: Also wir haben eine feste Crew von Feste Angestellten das sind fünf.

00:05:59: und dann arbeiten wir natürlich mit freien Fotografen und doch freien Autoren.

00:06:04: Die meisten von denen seit vielen Jahren dabei weil wir eben über die Jahre oder relativ früh am Anfang gemerkt haben.

00:06:12: Die schreiben erstens richtig gut auf den Punkt, sind gute Repräsentanten wenn sie irgendwo hingehen so also lassen immer eine tolle Visitenkarte für den Hamburger da.

00:06:23: und ansonsten zum journalistischen Anspruch ich glaube eben dass man jede Geschichte und jedes Thema wirklich gut publizieren kann aufmerksam an die Sache rangeht, wenn man den Leuten Raum gibt zu erzählen und wenn man das dann professionell und richtig gut fotografiert.

00:06:44: So dann kommt eine schöne Geschichte raus, die die Leute denn eben auch gerne lesen.

00:06:49: Und da ich nie einen Magazin machen wollte was kostenlos verteilt wird oder was von oben bis unten voll ist mit irgendwie bezahlten PR Texten habe ich gesagt wir versuchen für uns in Anspruch, den qualitiativen Anspruch so hochzulegen wie es irgendwie geht.

00:07:10: Und wenn das am Ende keiner haben will, dann ist das eben so.

00:07:13: Aber Abstriche wollte ich nie machen und ich mache das jetzt seit zehn Jahren und der Hamburger ist fest verankert in der Stadt und alle die über den Hamburger sprechen eigentlich sehr hohen Tönen davon.

00:07:27: Ja ich selber genauso.

00:07:29: dazu muss man sagen ihr habt euch ein bisschen ausgedehnt.

00:07:31: Das gibt ja dann schon den Hamburg im Westen.

00:07:34: Sölderausgabe gibt es glaube ich auch schon.

00:07:37: Hier gibt's nicht, habe ich mir aber mal eintragen lassen als Marke weil irgendwie als Hamburger der Gedanke zumindest nicht komplett fernliegend ist so etwas über Sölt zu machen quasi im gleichen Format mit dem gleichen Anspruch.

00:07:55: nachdem ich so gesehen hab was das auf Sylt gibt gibt eine ganze Reihe von auch teilweise Hochglanzmagazin.

00:08:02: Aber mir persönlich ist das irgendwie immer zu werblich, zu stark mit irgendwie heißer Nadel gestrickt.

00:08:09: Und da ich ja selber auch ein Leser oder einen Konsument von allen Arten von Medien bin... Ich selbst mit Mittefünfzig, also ehrlich zu siebenundfünftig, ich habe einfach keinen Bock mehr

00:08:23: auf

00:08:24: oberflächliche hingewischte Texte und Geschichten so

00:08:29: was man Grundsätzlich im Leben irgendwann nicht mehr hat, glaube ich.

00:08:32: Da spielt das natürlich super mit rein so Zum Magazin.

00:08:36: die letzte Frage Wichtig ist der genannte Freundeskreis.

00:08:39: Was spielt ja für eine Rolle und warum braucht ihr den oder es nur als Multiplikatoren finanziell auch?

00:08:46: Ja beides also.

00:08:46: der Hamburger Freundes Kreis ist sicher Das winning edge wenn man das irgendwie sagen kann.

00:08:54: das sind inzwischen ungefähr hundertfünfzig Leute alles leute die sehr verankert, also tatsächlich ohne dass sich das so komisch anhört.

00:09:04: Also im Herzen sind sie sehr veranchert mit ihrer Stadt und aus den unterschiedlichsten Motivationen.

00:09:10: aber niemand hat die Motivations... Ich gehe in ein Freundeskreis und dann kann ich ja im Freundes Kreis irgendwie vielleicht ein Business machen und wenn es Veranstaltungen gibt, dann nehme ich fünfzig Visitenkarten mit.

00:09:23: sondern die lieben Hamburg und die finden es.

00:09:29: Großartig, dass es so ein tolles Magazin gibt.

00:09:31: Und wie noblich einer sagt er der gar nicht im Freundeskreis ist.

00:09:35: Er sagte immer wenn er irgendwo hinkommt und da liegt der Hamburger, dann weiß er hier ist er alle eine richtig guten Adresse.

00:09:43: Ich kann das nur unterschreiben.

00:09:44: also das drückt sehr gut aus und ihr macht ja auch Veranstaltung für den Freundes Kreis und ich glaube Netzwerk.

00:09:51: darüber hinaus weiß ich jetzt gar nicht wo ich jetzt demnächst auch mal wieder kommen werde.

00:09:55: Ich habe das vorhin schon von Nommi vorgespräch, dass ich jetzt lange nicht dabei war ist an einem Ding geschuldet, aber ich weiß wenn ich dabei war das war immer sehr hochwertig und toll.

00:10:04: Und genau dieses Gefühl hat man mit den Menschen die dann auch da sind dass man miteinander gut ist und es kann auch daraus Business entstehen.

00:10:12: Ich vergleiche jetzt ein bisschen mal mit meinem Skollklub wo ich Vorsitzender bin Wo wir auch kein Visiten-Kartenclub sind so wo die Menschen sich treffen und wo aus diesen Treffen heraus aus dem menschlichen heraus Dinge entstehen in welcher Form auch immer kreativ bis ansonsten was.

00:10:26: und das macht ihr definitiv auch Genau, bei dem Thema was sich weiterentwickeln kann.

00:10:32: Zweite Baustelle und Anführungszeichen du bist ja seit kurzem auch wert.

00:10:38: Du betreibst die kleine Rast?

00:10:40: Also dem Hamburger gehört die kleinen Rast.

00:10:43: so dass wir also mit Fug und Recht sagen können Wir sind der einzige Verlag auf der Welt sag ich immer Ich hab jetzt Australien und Kalifornien usw.

00:10:52: keine Feldrecherche gemacht aber wir sind der einzige Verlag verfügt.

00:10:59: Und wenn die Leute sagen, ja hier gibt es noch einen dann ist das eben in Deutschland.

00:11:02: und wenn das nicht reicht dann sage ich eben an der Elbe so aber da sind wir dann wirklich der einzige Verlag der sowas hat.

00:11:06: okay

00:11:08: wie bist du dazu gekommen?

00:11:10: ähnlich wie zum Magazin?

00:11:12: Ja zieht sich irgendwie so nach der Ausbildung jedenfalls ein bisschen wie ein roter Faden durch mein Leben dass ich eigentlich irgendwie mir irgendwann irgendwelche Sachen in den also vorgespielt worden sind und ich das Gefühl hatte etwas, was mich interessiert und worauf ich Lust habe.

00:11:31: Und die kleine Rast an der Elbe gibt es seit vierzig Jahren oder sogar noch länger so.

00:11:39: Ich bin da in der Gegend aufgewachsen.

00:11:40: Ich kannte den Laden immer schon.

00:11:43: Da hat er die ersten Pommes das erste Bier war auch manchmal ein paar Jahre nicht da aber dann waren ein paar jahre häufiger wieder unter und in den letzten Jahren sind wir Silvester da einmal hingegangen nachmittags und haben so ein Jahresabschlussbier mit ein paar Freunden wäre gerade zu dabei.

00:11:57: Einwerfen, wo befindet sich das für die Zuhörenden jetzt?

00:12:01: Damit man weiß...

00:12:02: Also es ist im Hamburger Stadtteil Nien-Stehten.

00:12:04: Im Hamburger Westen direkt unterhalb der Elb-Jossee auf Höhe des Internationalen Seegerichtshofs und genau gegenüber ist die Startbahn von Airbus.

00:12:13: Vor uns ist der Elbe und Rad und Wanderweg und ein ziemlich schöner Strand.

00:12:19: Da ist es!

00:12:20: Okay, genau.

00:12:21: Und so etwas zu betreiben.

00:12:25: Ich gebe zu, dass ich durchaus auch Abonanma schon Gedanken hatte.

00:12:28: Ich hätte gerne ... Ich kenne jetzt die Alsterperle gut und die Jungs das machen usw.

00:12:34: Und so was wie ihr es macht!

00:12:35: Ihr habt das ja auch sehr solide und richtig aufgestellt, so wie der Hamburger ist.

00:12:40: Beschreibt mal ein bisschen, was erwartet mich, wenn ich da hinkomme?

00:12:43: Wo ich noch nie da war, darf ich das

00:12:45: sagen?!

00:12:46: Aber ich wohne ganz auf der anderen Seite, ich komme demnächst.

00:12:49: Wir sind ja übrigens auch hier im Büro des Verlages heute aus organisatorischen Gründen.

00:12:54: Ich habe schon in dem Vorgespräch gesagt, ich komme dann irgendwann nochmal und das machen wir dann in der kleinen Rast.

00:12:59: also was erwartet einen wenn man dahin kommt?

00:13:03: Also es stimmt schon dass wir haben so ein bisschen sind es ein bisschen angegangen natürlich in einem komplett anderen Geschäftsfeld wie beim Hamburger.

00:13:13: Sachen ausgetauscht, wir haben eine schöne Bestuhlung.

00:13:16: Wir haben schöne Weingleser auf einmal!

00:13:19: Wir haben Schöneweine die wir im Übrigen auch von Freunden aus dem Hamburger Freundeskreis wieder beziehen.

00:13:25: Von Winnjad aus der Russerstasse

00:13:27: oder von Marcessan

00:13:28: Riesen genau vom Beaumont.

00:13:31: Wir sind inspiriert durch eine Kneipe die es in Bremerhaven gibt.

00:13:35: Die heißt die letzte Kneipe vor New York.

00:13:39: Das hat mich nie verlassen, fand ich so cool.

00:13:41: Deswegen ist unsere Currywurst die beste Currywurst vor New York und das is sie auch tatsächlich.

00:13:46: also es ist belastbar weil wir die Wurst eben von dem nahest gelegenen Fleischer das unser Freund Dirk Hübenbecker oder sein Vater Rolf Die machen.

00:13:57: jeden Sonntagabend schreiben wir eine WhatsApp-Signal.

00:13:59: Wir brauchen nächste Woche des Wetter wird gut, fünfhundert Currywürste ein paar Bratwürsten Und dann gehen die morgens auf den Fleischmarkt und Machen frische Würste für uns.

00:14:10: Und den Kaffee holen wir von unserem Hamburger Freund Ulika Ruh aus Blankenese, so und das ist immer ein bisschen eine Mischung aus qualitativ erstklassig lokal.

00:14:23: So lokal es denn irgendeinem geht und sympathisch sind diese Leute sowieso über die offizielle Freundschaft vom Hamburger auch privat.

00:14:36: Also ich habe einen großen Respekt davor, dass ihr das angegangen seid und das auch integriert gekriegt habt.

00:14:40: Das heißt ihr habt jetzt einmal das Magazin zu bewältigen alle drei Monate neu mit den tollen Fotos und alles was dazu gehört.

00:14:50: und dann die kleine Rast.

00:14:51: ist es auch ein kleiner Ausgleich?

00:14:53: so bist du immer da.

00:14:55: also ich sehe oft online dich vor Ort und ganz tolles Team anscheinend die richtig Bock drauf haben.

00:15:02: Nee, ich bin nicht immer dort.

00:15:04: Also als wir es übernahmen vor inzwischen dreieinhalb Jahren, sagte meine Frau damals zu mir wenn das bedeutet dass wir jetzt nie mehr ausgehen und nie mehr verreisen dann bin ich dagegen und gesagt nein verspreche ich dir.

00:15:17: aber gehen wir davon aus dass ich im ersten halben Jahr jeden tag da bin so denn die ist gar nicht so klein wie sich das vielleicht anhört eigentlich ein kleines Raumwunder so und um sowas dann vernünftig zu beherrschen, also wirklich zu beHerrschen braucht man schon mal ein paar Monate.

00:15:34: So und das habe ich dann auch eingehalten und Natalie die beim Hamburger ist in ihr nebenan sitzt und wirklich in jeder Hinsicht überall mindestens meine rechte Hand ist und Engel vertraute die sagte damals Chef, Chef, wenn wir die kleine Rast kriegen können.

00:15:50: Das musst du machen!

00:15:51: Ich bin voll

00:15:52: dabei.".

00:15:53: Glaub ich jetzt auch gemacht?

00:15:55: Ja und so war das.

00:15:56: Und dann erzählte ich ja eingangs als wir Silvester da zwei Bier getrunken hatten.

00:16:00: Dann sagten sie damals in Betrabe, die ist natürlich dreißig Jahre kannte.

00:16:04: Es wollte eigentlich unser letzter Abend sein... ...und dann habe ich gesagt wie, ja wir hängen jetzt noch ein Jahr ran.

00:16:09: Da hab' ich gesagt da kann ich das hier übernehmen.

00:16:12: Und haben die das weggelächelt?

00:16:14: Und ein paar Tage später habe ich sie angerufen und gesagt, das meine ich ernst.

00:16:16: Dann sag ich mir, jetzt haben wir uns fast gedacht aber wir haben schon jemand anderen.

00:16:21: Oh, das kann nicht sein!

00:16:22: Dann hab ich jeden Monat irgendwie ein schönes Foto hatte ich ja von der kleinen Rast Weißbier, Pommes, dickes Schiff... Also ich stehe bereit und Anfang Juli rief er mich an und sagte, du kannst vorbeikommen.

00:16:36: Und dann bin ich hingefahren.

00:16:37: Das ist so sechs Fahrradminuten von mir zu Hause Und Frank heißt ja, Frank kommt aus einer Fleisch- und Schlachterdynastie aus St.

00:16:45: Georg vor vierzig Jahren.

00:16:48: Und der sagt ... Hast du schon mal was mit Gastronomie gemacht?

00:16:53: Ich sag nein!

00:16:56: Hast sie das gut

00:16:56: überlegt?!

00:16:57: Ich sag Nein!

00:16:58: Er sagt kannst du das bezahlen?

00:16:59: Ich sage Ja!

00:17:01: Okay dann kam die große Hand zu ganz schlach.

00:17:04: und dann habe ich da im Herbst ein paar Mal mitgearbeitet... körperlich und geistig, nicht mehr so angestrengt nach so einem Abend.

00:17:16: Weil du ja nichts weißt!

00:17:18: Du weißt nicht wie die verdammte Kaffeemaschine funktioniert?

00:17:20: Du weisst nicht dass man zwei Espressi machen kann.

00:17:24: Du weisst nicht das... Das und das und das passiert.

00:17:28: Und da mal sagen irgendwelche Leute Kann ich noch dies haben?

00:17:30: Kann ich auch das haben?

00:17:30: Und kannst mal ganz kurz holen und du weißt gar nicht wo soll ich holen?

00:17:34: Du laufst wie so ein Huhn der es nicht weiß wo sie hin soll durch den Laden.

00:17:38: Und das wurde natürlich dann immer besser.

00:17:41: Und am ersten Januar vor dreieinhalb Jahren bin ich dann hingegangen und mit der Hilfe von Familie und Freunden haben wir den ersten Tag geschmissen.

00:17:49: Super!

00:17:50: Und da war gleich so eine solange Schlange, dass sich in der ersten Woche schon die nächste unternehmerische Entscheidung macht, wenn man eine zweite Kasse besorgt hat, dafür müssen wir zumindest zwei Schlangen gleichzeitig bearbeiten.

00:18:00: So ist es weitergegangen.

00:18:01: Aber das macht's wahrscheinlich gerade aus, dass da jemand reingegangen ist, der Energie für die Stadt mitbringt in Leidenschaft Man kennt dich natürlich auch in der Stadt und dann einfach ins kalte Wasser springt, sag ich mach mal.

00:18:13: Ich würde sagen so was ist ja keine Raketenfissenschaft.

00:18:17: aber du musst wirklich aufs Detail achten.

00:18:21: Und wenn man diesen Begriff Sand im Getriebe noch nie so richtig durchgeholt hat Dann weiß man jedenfalls Wenn man einen Imbiss an der Elbe hat was Sand im getriebe bedeutet.

00:18:30: So Sand imgetriebe kann sein dass du keine Sahne mehr verkuchen vorbereitet hast und zwei lange Schlangen hast, und jemand möchte halt ein Warmkuchen mit Sahne.

00:18:42: Und wenn dann Kinder da sind?

00:18:43: Wir arbeiten mit.

00:18:45: wir haben fünfzig Jugendliche zwischen sechzehn-und zwanzig auf der Payroll.

00:18:48: Super!

00:18:49: Und wenn man sagt mach mal schnell Sahne und er hat noch nie Sahne gemacht ja dann ist Sand im Getriebe so.

00:18:57: Aber ich glaube, das macht es dann auch aus.

00:18:59: Es macht mir sehr schmackhaft da wirklich hinzufahren und jetzt kommt ja der schöne Wetter, dann radele ich mal eine Stunde daraus.

00:19:06: Und man kann da wunderbar direkt an der Elbe lang bis zu euch noch weiter.

00:19:12: Das werde ich jetzt dennächst einmal tun.

00:19:14: Wir hatten noch ganz viele Themen.

00:19:18: zur kleinen Rast zuletzt die Brücke schlagen.

00:19:21: Wie wichtig ist denn der Hafen dafür?

00:19:23: Immerhin dort zu sitzen, wenn so ein großer Container reinkommt, zufällig gerade vielleicht noch der Beluga landet... Ich kenne das von der anderen Seite von einer Felswerft, die dahinter liegt also hinter Airbus dann noch bei Finckenwerder wo ich das auch immer... Ich habe immer gedacht da pulsiert das Herz der Stadt weil da siehst du was los ist so eben diese Macht an Technik und Wirtschaftsstandort.

00:19:43: so muss es doch da aus sein oder nicht.

00:19:45: Also ich kenn diesen Blick ja Und ich drehe jedes Mal durch.

00:19:49: Ich find's so geil

00:19:50: und

00:19:51: die Leute, die kommen... Insbesondere es kommen ja tatsächlich auch Leute Touristen, die schon mal in Hamburg waren und gesagt haben Die Elbphilharmonie hab' ich schonmal gesehen, eine Alsterrundfahrt habe ich auch schon einmal gemacht, einen neuen Wall war ich schon mal auf der Repa-Bahn.

00:20:06: Die sitzen teilweise zwei oder drei Tage da Und genießen ist einfach nicht mit einer Wurst, mit einem Bier oder einem Weinchen und dann ist es genauso.

00:20:17: Wenn ein dicker Frachter rein- oder rausgeht... Ihr seht ja, er kriegt Gänsehaut dabei,

00:20:22: ne?

00:20:23: Ja

00:20:23: mir geht's!

00:20:24: Also ich glaube, deshalb nochmal zum Freundeskreis zurück.

00:20:28: Ich kann mich da hier wirklich einfügen wie sehr man mit einer Stadt emotional verbunden sein kann.

00:20:32: ein bisschen darf ich mich klar dazu zählen.

00:20:36: Das ist schon toll!

00:20:37: Und dann bewegt man auch was und dann kriegt man die Leute, weil sie wissen warum man das macht und das machst du auch.

00:20:43: Deshalb wir sind schon am Ende.

00:20:45: es tut mir sehr leid David.

00:20:47: Es war ein ganz tolles Gespräch.

00:20:49: Vielen Dank.

00:20:49: Alle die jetzt zuhören geht da mal hin.

00:20:51: Geht mal in die kleine Rast und guckt ins Magazin der Hamburger.

00:20:55: Das würde ich allen vorschlagen und vielen dank fürs Gespräch bis bald.

00:20:59: Sehr gerne Hubi viel Dank.

00:21:00: Ahoj Dieser Podcast ist eine Produktion der Gute-Leude-Fabrik in Kooperation mit Bakassen Meyer, der Szene Hamburg, Aholradio und dem Hamburg-Guide.

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