Podcast aus dem Hamburger Hafen mit Thomas Lengefeld
Shownotes
In der neuen Folge von „Hubis Hafenschnack“ spricht Hubi mit Thomas Lengefeld vom Liveclub Hafenklang Hamburg. Er gibt ehrliche Einblicke in die Realität der Clubszene: warum sich viele Veranstaltungen wirtschaftlich kaum tragen, welche Auswirkungen sich durch verändertes Ausgehverhalten ergeben und weshalb Kulturorte heute mehr denn je unter Druck stehen.
Dabei geht es auch um die Frage, wie ein Club zwischen Idealismus und Wirtschaftlichkeit bestehen kann, welche Rolle Förderstrukturen spielen und warum neue Wege wie eine gemeinnützige GmbH notwendig werden könnten, um Kultur langfristig zu sichern.
Transkript anzeigen
00:00:01: Das Herz von Hamburg, das ist der Hafen.
00:00:04: Mit all den Menschen die dort arbeiten leben und lieben.
00:00:07: Sie erzählen mir alle zwei Wochen Geschichten von der Waterkant.
00:00:11: Mein Name ist Hubert Neubacher aber alle nennen mich Hubi.
00:00:15: Ich bin der Chef vom Parkassen Meier Und das hier ist Hubis Hafenschnack.
00:00:24: Ja moin liebe Hafenschnackfreunde und Freundinnen.
00:00:27: ich bin so Herr Hubi Und diesmal bin ich mal wieder im kulturellen Bereich unterwegs.
00:00:33: mein heutiger Geschäftspartner ist Thomas Lingefeld, richtig?
00:00:38: Genau so heiße ich.
00:00:39: Hallo!
00:00:40: Und Thomas du bist einer der Betreiber des Hafenklangs
00:00:45: Clubs?
00:00:47: Betreibers ist komplett falsch.
00:00:49: Ist doch?
00:00:50: Ja.
00:00:50: Das ist Söder-Betreiber.
00:00:51: Der Betreber ist der Hafenklang Kultur E-Frau das Musikclub und ich mache dort mit einer Kollegin die Geschäftsführung und die Programmgestaltung.
00:01:03: Okay, für den Verein dann.
00:01:06: Also genau wenn wir hier irgendwie richtig durch die Decke brechen kann ich mir keine Harley kaufen.
00:01:12: das würde nicht funktionieren?
00:01:13: Das Ganze bin Angestellten.
00:01:17: Was ist der Hafenklang genau?
00:01:19: Hört es mal ein bisschen beschreiben für alle die jetzt nicht so in der Klubszene unterwegs sind wie ich teilweise.
00:01:24: Wie wird's zu Hafenklang geschrieben?
00:01:27: Einmal kurz Weil der Name ist nicht Treadmark geschützt von uns, den gab es auch schon vorher.
00:01:34: Es gibt als Hafen eine Managementfirma, es gibt ein Tonstudio für sich Hafenklang Nento hier am Holzhafen Hamburg also Fischmarkt Nähe Der Musikclub ist wahrscheinlich der bekannteste Hafenklang oder wir haben nichts mit den anderen zu tun außer dass wir halt mit dem Tonstudium in einem Haus sitzen.
00:01:52: die haben sich halt genau.
00:01:54: Wer zuerst da war mit dem Namen ist auf jeden Fall fast nicht der Musikclub.
00:01:58: Der Musikclub hat sich quasi, er hat Mitte der Neunziger aus einer Besetzung herausgebildet seit zweitausend legal Betrieben also mit einer tatsächlichen Konzession für Livekonzerte und Schankgenehmigung halt geführt durch den Hafenklang Kultur-EV.
00:02:15: Ah ja super!
00:02:17: Bist du von Anfang an dabei?
00:02:19: Ich bin neunzigneinundneunzig hier... ersten Konzert angefangen, also da war ich nicht noch unabhängig vom Club.
00:02:28: Habe ich hier angefragt, habe ich ein Konzern hier veranstalten darf?
00:02:32: Ich war aber schon auch Mitte der Neunziger und fing das hier eher an aus der WG im jetzigen Goldenen Salon im Ersten Obergeschoss, weil es eine Wohngemeinschaft hat die keine Lust hatte mit der Kündigung zu folgen und rauszugehen.
00:02:44: Die haben dann so mit Flomarkt und Kaffeekuchen am Sonntag und Partys angefangen und da war Genau, Geschäftsführung ist seit Jahrzehnte.
00:02:56: Und die Besetzung des Ganzen war dann im Rahmen deiner Zeit schon?
00:03:00: Das heißt wenn wir jetzt hier sind also wir sind in der Elbmeile quasi und am Holzhafen hat sich ja sehr viel verändert über den letzten Jahrzehnter sogar.
00:03:10: das heißt die Gentrifizierung war für euch auch immer Thema hier ne?
00:03:14: Die Gentrifozierung ja, die ist ja für alle genau ein Thema.
00:03:17: Also ja, das natürlich.
00:03:20: oder ich habe durch die schildeslange Durchhalten oder hier involviert zu sein.
00:03:25: im Club hat sie sehr gut mitbekommen.
00:03:29: Genau, also Besetzung muss man halt einfach noch mal... Also nicht dass sich jetzt hier die Hörerinnen vorstellen das wir hier mit Molotow Cocktails gestanden haben und einen Barrikaden gebaut haben, das Ganze war schon eher alles aus einer friedlichen ja lustigen Hafenklang.
00:03:44: bleibt, Bettlehaken raus und dann über die Kultur lässt sich natürlich immer gerne so was dass man hier wieder ein Gebäude abreißen will und Spekulation.
00:03:56: Also das Ganze hat ja auch eine Tradition des Gebäudes, der hintere Teil dieser Eingang von der Kastenriedersstraße ist auch noch denkmal geschützt.
00:04:04: Das war mein Pferdestall hier unten also ein traditionsträchtiges Gebäudee.
00:04:09: Und die Sprinkenhof AG damals noch, das ist eine städtische Aktiengesellschaft.
00:04:14: Der gehörte des Grundstückes, der gehört aber auch das Mercado und Pre-Poppern I und das Bismarck-Batter alles in Orten sind.
00:04:21: Das waren alle Traumspekulationen.
00:04:23: Da haben
00:04:23: wir ja auch einiges von Springenhofen.
00:04:25: Und halt das wurde alles in einem Zuge an Privatindustrie verkauft für Spekulation.
00:04:31: Wir haben uns hier gewährt und die hatten eh schon schlechte Presse und haben sie uns in Ruhe gelassen.
00:04:35: Ach
00:04:35: gut, Glück gehabt auch ein bisschen.
00:04:40: Ja, also sowas Traditionsreiches.
00:04:41: Wir haben gerade im Vorgespräch gesagt ich bin ja mit bei Kassenmaier auch über hundertjährigen Betrieb.
00:04:47: Also natürlich muss man Tradition bewahren und versuchen weiterzuführen Und irgendwie erhalten.
00:04:53: Mir liegt das natürlich sehr am Herzen Auch wenn ich jetzt die Clubgeschichte nicht so ganz kenne Muss mir trotzdem noch mal erklären Wenn man jetzt bei euch auf die Homepage schaut, es ist ein EV.
00:05:03: Das heißt ihr habt Mitglieder und alle haben den Stimmrecht und daraus entwickelt sich dann das Clubgeschehen.
00:05:08: oder erklärt's mir?
00:05:12: Also es ist nicht nur pro Forma ein Verein, wir leben an... So es gibt eine Mitgliederversammlung, die passt im Prinzip darauf auf dass halt mit dieser exponierten Lage hier und diesem Gebäude, dass man sich damit nicht einfach die Taschen voll macht.
00:05:29: Sondern dass wir damals das erstritten haben und auch jetzt diese Räume so verstehen, dass es für die Öffentlichkeit bereithält und tatsächlich Kultur durchführt.
00:05:40: Aber wir sitzen hier nicht einmal die Woche mit sechzig Leuten und stimmen ab welches Konzert wir hier veranstalten?
00:05:45: So überhaupt nicht!
00:05:47: Im Groben allerdings werden wir dieses Vereinsmodell jetzt aufbrechen Und wir versuchen gerade, eine gemeinnützige GmbH zu werden.
00:05:56: Das hat aber die Gründe kann ich vielleicht später noch mal erzählen oder
00:06:00: auch nicht.
00:06:01: Welche Vorteile hat denn ein kollektiv geführter Club gegenüber einem klassischen Privatwirtschaftlichen?
00:06:08: Ein Inhaber.
00:06:10: Na ja was heißt Vorteile?
00:06:12: also das ist halt für die Öffentlichkeit und für die Allgemeinheit hat es einen Mehrwert.
00:06:19: Also sagen wir mal so, wenn ich mir tatsächlich dieser Harley kaufen wollen würde dann würde ich die Hälfte der Veranstaltung hier weglassen.
00:06:26: Weil sie nicht rentabel sind oder mehr als die Hölzer.
00:06:30: Dann würde ich jetzt eher auf Techno und Eupunk setzen wo es hier gesoffen wird oder einfach relativ wenig Produktion von statt gehen würde.
00:06:37: aber wir machen halt auch exotische Konzerte und finden das halt auch wichtig dass man sich darauf verlassen kann dass ihr regelmäßig geöffnet ist.
00:06:50: Wann habt ihr auf?
00:06:51: Das ist der Veranstaltungsabhängig.
00:06:53: Also wir gucken gerade so ein bisschen in die Richtung, ob es nicht vielleicht auch sinnvoll sein kann dass man täglich auf hat.
00:07:00: Also gerade in den Sommermonaten finde ich's hier an der Elbe immer noch... Ich würde dir grad so einen Klappstuhl verleiht, dass man sich hier kann man sich mit einem Bierfand irgendwie diesen Klappschul mitnehmen und irgendwo in die Elbe setzen.
00:07:11: Ja gleich gegenüber einer.
00:07:13: Wir haben keine festen Öffnungszeiten.
00:07:16: Ihr kommt doch nicht eine einzige Person rein weil sie zufällig vorbeiläuft oder wie an der Repa-Bahn.
00:07:21: Das ist natürlich auch den Vorteil, dass hier kein Junggesellenabschede reinmarschiert.
00:07:25: aber wir haben keinen Laufpublikum.
00:07:28: also die Leute kommen gezielt zur Veranstaltung.
00:07:32: das heißt ihr habt einen clientele und Gäste die Stammgäste sind die ewig da sind.
00:07:37: gibt es eine Altersstruktur?
00:07:39: Oder kommt
00:07:40: querbet?
00:07:41: Auch das ist ja querbet also auch veranstaltungsspezifisch.
00:07:47: Klar ist jetzt so Generationswechsel ausgehen, also seit Corona hat es am vieles ausgehend verlernt.
00:07:53: oder haben sie dann für alle mal für sich abgehakt?
00:07:56: Ja das wollte ich gerade sagen.
00:07:57: Also damit hat man auch durchaus zu kämpfen, dass jetzt nach zehn Jahren... Da gibt's tatsächlich
00:08:00: fehlt eine Generation, ne?
00:08:02: Die hat das Korn an gelernt hat oder...?
00:08:05: Die ist nicht mehr gewohnt, dass Musiksozialisierung in der Öffentlichkeit im Club zu, sondern halt ja diese ganzen Streaming-Plattformen und eine Bluetoothbox und ein Kioskbier.
00:08:15: Ist natürlich nachvollziehbar.
00:08:16: hat wenn ich mit einem studentischen Einkommen irgendwie halt in Hamburg so recht kommen muss dann kann ich mir vielleicht die fünfzehn Euro für eine unbekannte Band im Club und drei Fünfzig für einen Bier nicht unbedingt erlauben?
00:08:28: Ja es ist ein bisschen tragisch so.
00:08:30: ne also ich finde bei mir ist das ein bisschen her.
00:08:33: Du musst dir tatsächlich mal gucken, wenn du mir jetzt was empfehlen solltest als Einsteiger in diese ... bei euch hinzukommen oder was anzuhören.
00:08:43: Wenn ich eher Mainstream-Pop höre ist da überhaupt etwas dabei?
00:08:46: Wird's so sagen, da ist irgendwo was dabei im nächsten ... Wo sagst du, komm mal
00:08:51: um?
00:08:51: Also da hast du uns ja heutzutage nun wirklich einfach.
00:08:53: Dann gehst du einfach auf die Internetseite und dann machst du ein klickender ... Ja oder kannst du dir sogar anhören!
00:09:00: Also diese Möglichkeit gab es ja früher nicht ne?
00:09:01: Da muss frühe ... Plakat irgendwo gelesen, da gibt es eben Konzerten.
00:09:07: Das ist halt gar nix, oder?
00:09:11: Wir sind wirklich wirklich breit aufgestellt.
00:09:14: Also kein Rechtsrock, kein Schlager aber ansonsten gibt's hier...
00:09:21: So und jetzt habt ihr ja zwei Awards gekriegt also Klub des Jahres vierundzwanzig und beste Nachwuchsförderung.
00:09:30: auch vierunzwanziger wahrscheinlich vom Hamburger Club kombiniert richtig Die haben den Fall ausgekommen.
00:09:35: Ja, Klobby organisiert das Ganze.
00:09:39: Genau!
00:09:40: Aber was ist die konkrete Frage?
00:09:43: Was bedeutet das für dich?
00:09:44: Ihr seid ja wahrscheinlich sehr vernetzt.
00:09:46: also zum Klubkombinat erstmal noch vorne weg Wie wichtig ist das für euch dass ihr Vernetzt seid, dass die Club sich kennen?
00:09:51: Wahrscheinlich seid ihr so alle untereinander bekannt?
00:09:54: Ich sehe es ein bisschen zu wiegespalten.
00:09:59: Natürlich ist Vernetzung total wichtig.
00:10:01: aber Also ich hab sowieso mal das Gefühl, dass die Clubs auf einer Augenhöhe in Hamburg agieren oder halt... also man kennt sich so.
00:10:10: Hat es befreundet, ein stuckelndes Pugel?
00:10:14: Ja!
00:10:15: Ich will das gar nicht jetzt kleinreden was Clubkombinat da irgendwie tut und was dieser Award bedeutet.
00:10:20: aber naja, also ich mein.. Da wird so eine gute Teppichveranstaltung und haut sich da so auf den für tausend Euro Award.
00:10:29: Geld ernsthaft Tausend Euro, stellen wir hier drei Wochen die Heizung an im Winter.
00:10:34: Das sind tausend EUR, wäre keine Ahnung.
00:10:36: Das hätte überhaupt... Also hat zweihundertfünfzig Euro wird pro Sitzplatz einer Oper jeden Tag und jeder Platz wird mit zweihundfünfzehn Euro bezuschusst!
00:10:45: Also sorry aber wo ist denn da die Verhältnismäßigkeit?
00:10:47: Ja
00:10:48: das darauf fühle ich auch hinaus dass es ist zumindest medienwirksamer weil ich glaube der Kombinat wird nach außen so getragen Die Vereinigung der Hamburger Club- und Kulturszene so ein bisschen zu Kultur, die dafür sorgt dass mehr Aufmerksamkeit da ist.
00:11:04: Dass Fördergelder eingeworben werden zusammen.
00:11:06: Ihr sprecht mit dann ja irgendwie einer Stimme.
00:11:09: oder ist das übertrieben?
00:11:13: Dann mal bitte, Entschuldigung!
00:11:16: Wenn das Klubkombinat ist doch die Vereinigung wo ihr gemeinsam eine Aufmerksamkeit generiert die Klubszene und die Subkultur, dass sie ja zusammen nach vorne geht.
00:11:26: Letztes Jahr zur Bürgerschaftswahl, was aufgeschrieben hat, was man denn alles bräuchte bei euch?
00:11:31: Und für die Clubs und für jeden Einzelnen ist das immer nicht gemeinsam stärker, das wollte ich sagen.
00:11:37: Ja, das ist... Ich weiß es nicht ganz falsch!
00:11:42: Aber halt auch dann ist es vielleicht zu aufgeweiht.
00:11:44: Mir ist es mal zu viel Kompromiss.
00:11:46: Also zu viel.
00:11:47: Ich weiß das auch nicht.
00:11:49: Keine Ahnung, also da wird halt irgendwie Werbung geschaltet auf Litfer-Säulen.
00:11:52: Da steht einfach nur so drauf, fördert die Livekultur ist ja irgendwie cool, ja, fördert die livekultur.
00:11:57: Aber das hat so ein pauschaler Satz aber auch eine Litfer Säule, da könnten wir niemals einen Konzert bewerben!
00:12:02: Ja... Aber muss nicht
00:12:05: beides sein, Thomas.
00:12:07: Also ich verstehe schon dass du jetzt sehr für
00:12:10: dich
00:12:10: hier kämpst und sagst da wird Geld ausgegeben für Dinge die vielleicht woanders anders gebraucht werden.
00:12:16: aber die Aufmerksamkeit in der Gesellschaft zu kriegen dafür braucht es auch solche Sachen oder nicht?
00:12:20: Auch so eine Wort ist ja eine Anerkennung letztendlich.
00:12:24: Ja auf jeden
00:12:25: Fall.
00:12:26: Und wenn ich lese nach Nachwuchsförderungen das muss einem trotzdem ein gutes Gefühl geben dass er einen guten Job macht
00:12:34: Genau, also ich muss dazu sagen wir sind auch jetzt von der Kulturbehörde.
00:12:38: BKM hätte in letzter Zeit viel gehört worden und haben sehr viel unterhalten.
00:12:43: das sind sehr viele eingeladen wurden auch von Kasten.
00:12:45: Prosta hat auch dazu geführt dass wir überhaupt noch am Start sind.
00:12:52: aber halt Initialzündung, dafür war schütztetlich ein Flugblatt.
00:12:56: Was wir beim Club Award für ... ... am Marktteile verteilt haben, wo wir uns auch bewusst nicht... ... für irgendeinen Preis beworben haben sondern einfach nur auf diese Missstände.
00:13:07: also keine Ahnung wie viele hundert Millionen eigentlich.
00:13:10: Kultur-Ital in Hamburg.
00:13:11: Woher da damals keine Ahnungen?
00:13:13: drein oder achthundert tausend irgendwie geht in die Clubs rein?
00:13:17: Also hat diese wo wir darauf dann mal ausgerechnet haben.
00:13:20: ey ihr mit Steuergelder geht es immer noch ans Rehbarbahnfestival.
00:13:24: Jetzt euer Ernst, das ist die größte Industriemesse wo alle Sponsoren sich drauf stürzen also wo wir einfach mal so aufgerechnet haben hat neun Millionen ginge ans Rehrbarbahn-Festival an Steuergeldern und ihr habt alle Clubs Achtundertausend.
00:13:38: und jetzt sollen wir hier noch irgendwie halt mit euch feiern?
00:13:41: Nee danke!
00:13:41: Und da hat man
00:13:43: voll was gebracht.
00:13:44: aber da wurde dann so Stimmt krass, jetzt ließt mir das mal schwarz auf weiß dass es eigentlich so an Zahlen bedeutet.
00:13:51: Also für uns war es jetzt in dem Moment effizienter, als irgendwie hätte da jetzt tausend Euro Schäck und zehn Kisten Ratian geschenkt bekommen.
00:13:58: Darauf
00:13:58: will ich auch hinaus.
00:13:59: das meine ich ja damit.
00:14:00: also es geht ohne dass natürlich nicht weil die Aufmerksamkeit kannst du da nur generieren.
00:14:04: und klar sonst würde ich jetzt auch nicht hier sitzen, dass ich mir tatsächlich mich mit dir austauschen darf wie wichtig so eine Kultur Szene ist, so eine Klubszene ist.
00:14:13: Entschuldigung!
00:14:14: Dass ihr wirklich an der Basis dafür sorgt Musik stattfindet, dass Menschen sich treffen und ja junge Bands, unbekannte Bands.
00:14:23: Dass die irgendwo gehört werden weil das kann ja sonst irgendwie nicht mehr stattfinden.
00:14:27: Genau und also eigentlich sollte man das noch gleich weiter weiter geht auch andere Straßenseite sitzt.
00:14:32: Live Nation ist der weltgrößte Veranstalter.
00:14:39: Also in Amerika haben sie Na ja, die machen
00:14:44: ganz große Sachen.
00:14:45: Ja genau, nachdem sie Good Life gekauft haben war es kattellmäßig irgendwie halt da die Kacke am Dampfen bei denen also... naja die sitzen halt hier drüben und das sind wir auch mal rein und haben gesagt hey Leute was habt ihr eigentlich davon wenn diese kleinen Bühnen hier wegfallen?
00:14:59: Also Taylor Swift fährt nicht vom Himmel.
00:15:02: Die muss ja irgendwo angefangen
00:15:03: werden.
00:15:05: Das muss denen halt klar sein.
00:15:06: Und in England gibt's das schon seit ein paar Jahren, also seit der Pandemie halt wo die Clubs dann gesagt haben ey shit!
00:15:11: Die Leute trinken nichts mehr und die Produktionskosten steigen.
00:15:15: Also wir können nicht mehr mit der Gastro die Kultur finanzieren.
00:15:18: Das haut nicht mehr hin.
00:15:19: Dass da halt dann die Großen gesagt haben okay für jedes Ticket wird so einen Fund oder sowas glaube ich irgendwie geht in irgendeinen Fond und es wird auf die Clups verteilt.
00:15:30: In Köln ist das jetzt auch gerade passiert?
00:15:35: Ne, aber da wollen wir hin.
00:15:36: Also das finde ich so ein bisschen als Auftrag, dass man denen halt einfach sagt hey ihr müsst da jetzt bevor die Politik ihre Etage erschiebt von diesen twohundert sechstenvierzig Millionen Kultur gelden bevor dann entsprechend viel in die Clubs reingeht oder von einer bürgeltlichen Hochkultur wegfühlen.
00:15:52: Das ist keine Ahnung.
00:15:53: der vergehen ja irgendwie... Legislaturperiode, keine Ahnung.
00:15:57: Da wird der Mietvertrag hier schon lange... Also
00:15:59: du bist da direkt im Gespräch, gehst auch direkt hin, legst die Finger in die Wunde und so weiter.
00:16:03: Man merkt ja wirklich das es dir echt ein Anliegen ist.
00:16:05: also du bist jetzt so lange dabei.
00:16:07: was haben wir jetzt?
00:16:10: Das ist ja, wird ihr dein ganzes Leben durchziehen was du gerade so erzählst.
00:16:14: Dass du
00:16:14: immer kämpfst und guckst dass das alles bestehen bleibt.
00:16:18: wie geht's denn der Hamburger Grupp Szene denn so?
00:16:23: Fördergelde
00:16:24: reichen lange nicht wahrscheinlich.
00:16:26: Nee, also ich habe ehrlich gesagt nichts zu verstecken.
00:16:29: aber wir haben hier Hundertfünfzigtausend Euro Minus letztes Jahr an der BWA.
00:16:36: Also
00:16:37: da muss man echt mal gucken.
00:16:39: und wie hat das?
00:16:41: Weil du sagst ihr wollt jetzt in die GmbH übergehen Das hängt dadurch dann alles zusammen.
00:16:46: Wie stellt euch das jetzt zukünftig vor?
00:16:48: Die einzige Idee Der Club Alltag trägt sie nicht mehr.
00:16:55: Also es war früher schon nicht, also vor fünfzehn Jahren sag ich mal... Wir haben uns immer selbst ausgebottet, das ist klar.
00:17:04: Das gehörte irgendwie dazu.
00:17:05: halt und klar mit Mitte zwanzig Anfang dreißig macht man auch noch viel für Fame und Bier.
00:17:10: keine Ahnung aber dass es hört irgendwann auf.
00:17:12: Also inzwischen ist man halt ein legaler Betrieb der Sozialversicherungspflicht und allen möglichen Gehmer und wir spielen dieses ganze Rat mit Ja, also das funktioniert halt absolut nicht mehr.
00:17:24: Aber jetzt habe ich den Fahnen verloren.
00:17:26: Dass Sie ja eine G-Gemähe haben?
00:17:27: Genau, genau.
00:17:28: Das war jetzt... Also es muss von außen der Klubbetrieb trägt sich, muss von Außen, muss da was kommen.
00:17:34: und noch mal ein Crowdfunding wird nicht funktionieren.
00:17:38: Das haben wir ja im Jahr zwanzig, vierundzwanzig haben wir einen Crowdfunding gemacht.
00:17:40: Es ist krass durch die Decke gegangen in etwa achtundvierzig Stunden mit mir in ne sechsstellige Summe.
00:17:45: aber das kannst du natürlich alle zwei Jahre machen!
00:17:48: Da waren viele Leute, die gesagt haben Ich habe hier den besten Abend meines Lebens gehabt.
00:17:52: Das ist schon ewig her, ich gehe schon lange nicht mehr aus.
00:17:54: Inzwischen verdiene ich aber so gut!
00:17:56: Wir würden es gar nichts ausmachen euch irgendwie halt fünfhundert Euro am Jahresende oder so zu geben.
00:18:00: Ich brauche auch eine Spendenquittung.
00:18:02: Deswegen gehen wir jetzt den gemeinnützigen Weg... ...oder auch um Stiftungen gezielt anzugehen und sagen ok, es gibt zum Beispiel die Allianzversicherung also mit der... Gott Versicherungste.
00:18:12: Aber ja, die Alliansversicherung hat irgendwo... Hat sie da mal jemand gefunden?
00:18:15: Der gesagt okay Bock daraus eine Stiftung zu
00:18:17: machen und
00:18:18: Kultur zu supporten.
00:18:20: Aber dafür braucht es halt eine gemeindützige Organisation.
00:18:22: Das ist jetzt unser Plan, also der Verein bleibt da, passt auf dass die... aber es gibt eine Gemeindütze gegeben.
00:18:32: wir haben ja einen gemeinsamen Auftrag wird auch vom Finanzamt gecheckt.
00:18:36: Ja, ich finde es total spannend.
00:18:37: Weil das bedeutet ja nochmal eine krasse Veränderung, noch mal einen neuen Weg zu gehen also in die Gemeinnützigkeit hinein.
00:18:43: aber so wie du es erklärst macht dadurch Sinn weil es ganz viel Gelder überall gibt die Menschen abgeben können aber dann halt wahrscheinlich irgendwie ein Beleg brauchen oder sonstiges.
00:18:52: Also freiraus geben ist dann aus vielen Bereichen auch nicht mehr so hoch.
00:18:55: Ich
00:18:55: nenne es am Ende doch ist es dann doch wieder DIY.
00:18:58: Also hat also ohne Industrie und ohne Papa Start Genau.
00:19:06: Es ist ein Spagat, muss man schon sagen und gerade in der heutigen Zeit wird es nicht weniger.
00:19:10: also ich kenne sie nur aus der Wirtschaftlichkeitssicht meines Betriebes wo ich auch immer gucken musste dass die Kohle da ist und das man seine Leute bezahlen konnte.
00:19:18: und ich sage mal ganz ehrlich ... dreißig Jahre lang jeden Winter zu gucken, im November wie schaffe ich es rüber bis in April ist auch nicht easy.
00:19:26: Also von dem her auch in der freien Wirtschaft ist das eine Herausforderung.
00:19:30: und ja ihr seid ein ganz wichtiger Bestandteil Hamburgs... Und was wünschst du dir jetzt als Nächstes zum Abschluss?
00:19:36: Was können wir mitgeben unseren Zuhörern?
00:19:39: Sollen Sie gleich spenden sofort?
00:19:41: Ja oder einfach mal traut euch hier rein!
00:19:43: Also halt Klubs haben wir für viele auch erst mal was anruf, keine Ahnung... Ja, auch
00:19:48: eine Hemmschwelle
00:19:50: so ein bisschen.
00:19:50: Ich glaube das meiste Fotografie ist der Haus der Straße.
00:19:52: also beobachten wir doch hier oben.
00:19:55: ja ist auch klar ich meine wenn ich irgendwie achtzehn bin und bin in Tübingen aufgewachsen und will jetzt studieren und suche mir eine Stadt aus.
00:20:03: okay Hamburg da gibt es das Molotov das Hafenklangen und Pudel und da will ich irgendwie hin.
00:20:07: dass finden die Leute ja spannender als irgendwie.
00:20:09: die kommen nicht wegen der Elfi oder dem Schlagermove oder keine Ahnung.
00:20:14: also das spielt ja für junge leute die irgendwo eine Stadt wollen.
00:20:17: Das sollte man vielleicht erhalten als Hamburg.
00:20:21: Also hingehen, jeder die Clubs besuchen reingehen und sich auch mal in neue Gefühle geben.
00:20:27: Ja
00:20:27: deswegen einfach kommt also das was wünscht und ja genau dann müssen die Leute hier vorbeileitet schon mal rein kommen.
00:20:36: Das ist doch ein guter Aufruf Thomas!
00:20:39: Ich danke dir fürs Gespräch.
00:20:40: Es war jetzt relativ kurz, ich glaube man könnte noch viel tiefer einsteigen.
00:20:44: Ich tricke euch ganz doll die Daumen und nehme das mal mit in meinem Bereich wo man vielleicht was tun kann für die Flupszene generell.
00:20:50: aber Club Leben muss man leben!
00:20:52: Sehr gerne!
00:20:53: Das ist die Hauptaussage
00:20:54: ne?
00:20:54: Danke euch auch!
00:20:55: Danke ciao!
00:20:57: Dieser Podcast ist eine Produktion der gute Leudefabrik in Kooperation mit Bakassen Meyer, der Szene Hamburg, Ahoi Radio und dem Hamburg-Guide.
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